Wolfsblut

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Wolfsblut
Autor(en): Jack London
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: dtv
Serie:
Erscheinungsjahr: 1906
Seitenanzahl: 304 Seiten
Originaltitel: White Fang
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3423142391
ISBN-13/

EAN-Code:

9783423142397
Schlagwörter: Wolf, Wildnis, Alaska, Zähmung
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Wolfsblut ist der Roman von Jack London, 1906 unter dem Titel White Fang erschienen, deutsch auch als Weißzahn übersetzt. Ein halber Wolf wächst in der nordamerikanischen Wildnis auf, gerät unter Menschen, wird zum Kampfhund erniedrigt und findet bei einem Goldsucher so etwas wie Güte. London kehrt hier das Thema von Ruf der Wildnis um: Nicht der Haushund verwildert, sondern das wilde Tier lernt den Menschen, ohne die Wildnis zu vergessen. Der Band gehört zu Londons bekanntesten Büchern und ist härter, als die späteren Filme glauben machen. Er erzählt Hunger, Prügel und Vertrauen aus der Nähe des Tiers.

Inhalt

Eine Hungersnot treibt ein Wolfsrudel gegen Schlittenhunde und Männer. Die Wölfin Kiche, selbst halb Hund, führt mit einem reinen Wolf; aus der Verbindung entsteht der Welpe, den die Erzählung später Wolfsblut nennt. Der erste Teil bleibt bei den Menschen, die dem Rudel zu entkommen suchen; dann wechselt der Blick zum Wurf in der Höhle, zum ersten Licht, zum Jagen. Kiche gerät mit dem Jungen in ein Indianerlager. Wolfsblut lernt die Hunde des Lagers als Feinde kennen, wird von der Mutter getrennt, zieht als Schlittenhund und wird gehasst, weil er als Leithund Schonung erfährt. Die Rangordnung der Hunde ist so unerbittlich wie die der Menschen.

Ein Mann, der Hundekämpfe veranstaltet, kauft Wolfsblut für Whisky. Das Tier, auf Hass dressiert, siegt gegen Hunde und gegen einen Luchs, bis eine Bulldogge es beinahe tötet. Weedon Scott, ein Minenfachmann aus Kalifornien, reißt es aus dem Kampf, zahlt und pflegt den zerbissenen Körper. Wolfsblut beißt, misstraut, begreift langsam, dass dieser Mensch nicht schlägt, um zu herrschen. Scott wird der Gott, den das Tier anerkennt, nicht aus Demut, sondern weil Güte eine neue Art von Stärke ist. Die Bindung wächst gegen den Instinkt, der jeden Mann als Gefahr gelesen hat.

Scott nimmt Wolfsblut nach Kalifornien mit. Die Familie und die Hündin Collie fürchten den Wolf aus dem Norden. Wolfsblut rettet den Herrn nach einem Reitunfall und später das Haus vor einem entflohenen Sträfling, den Scotts Vater einst verurteilt hat; dabei kommt er fast um. Die Familie pflegt ihn gesund. Am Ende spielt er mit den Jungen, die er mit Collie hat. Der Schluss ist friedlich, ohne die Wildnis zu widerlegen: Wolfsblut bleibt das Tier, das Töten kann und es bei diesen Menschen nicht mehr muss. London gibt dem letzten Bild Wärme, nachdem er Seiten lang den Hunger beschrieben hat.

Einordnung

London hat das Tier nicht vermenschlicht, sondern den Menschen vom Tier her sichtbar gemacht: Rang, Hunger, die Hand, die füttert oder schlägt. Die Wildnis ist keine Kulisse, sondern das Gesetz, unter dem Kiche und Wolfsblut zuerst leben. Gegenüber Der Seewolf, wo ein Kapitän die Moral für Schwäche erklärt, ist Wolfsblut die Probe, ob Güte einen Willen biegen kann, der auf Hass gestellt war. Die Indianer und die Goldsucher sind Teil derselben Gewalt; Scott ist die Ausnahme, nicht die Regel. London, Sozialist und Abenteurer, hat hier keine Idylle des Nordens geschrieben, sondern eine Erziehung zur Zivilisation, die das Gebiss nicht vergisst.

Die Verfilmungen, von den Stummfilmen über Disney 1991 bis zu späteren Fassungen, haben oft den Kampfhund und den versöhnlichen Schluss genommen und die Kälte gekürzt. Wer nach London über Wolf und Mensch spricht, spricht hinter diesem Buch; wer es für eine bloße Hundegeschichte hält, hat den Steinbruch der Kämpfe und Kiches Hunger nicht gelesen. Die angegebene Ausgabe folgt der Übersetzung von Lutz-W. Wolff.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.