Wie man eine Pipeline in die Luft jagt
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Wie man eine Pipeline in die Luft jagt |
| Autor(en): | Andreas Malm |
| Originaltitel: | How to Blow Up a Pipeline |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2021 |
| Schlagwörter: | Klima, Sabotage, Gewaltfreiheit, Fossil |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Zeitdiagnose |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Matthes & Seitz
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| Umfang dieser Ausgabe: | 211 Seiten |
| ISBN: | 9783751803052 |
| Verweise | |
Wie man eine Pipeline in die Luft jagt. Kämpfen lernen in einer Welt in Flammen erschien 2021, deutsch im selben Jahr bei Matthes & Seitz. Andreas Malm argumentiert, die Klimabewegung habe sich zu lange auf friedlichen Protest verpflichtet, während die Förderung fossiler Brennstoffe weiter wuchs; historisch seien soziale Durchbrüche oft mit der Zerstörung von Eigentum einhergegangen, nicht mit der Verletzung von Menschen. Das Buch ist Streitschrift über Strategie. Es ist keine Anleitung, Anlagen anzugreifen.
Inhalt
Malm stellt zwei Moralen gegeneinander. Die eine hält Gewaltfreiheit für Bedingung der Legitimität: Wer Pipeline und Bagger beschädigt, verspiele Mehrheit und Recht. Die andere liest Frauenwahlrecht, Bürgerrechtsbewegung und den Kampf gegen die Apartheid als Geschichte, in der Sabotage von Eigentum den Druck erzeugte, den Petitionen nicht erzeugten. Die Klimakrise, so die These, lasse keine Generationen mehr für denselben Pazifismus; jeder neue Förderturm mache Ziele der Verträge zur Kulisse. Der Ton ist der eines Historikers im Streit, nicht der eines Technikers.
Die Unterscheidung, auf der das Buch besteht, ist die zwischen Sabotage an Sachen und Gewalt an Personen. Malm verwirft den Terror gegen Menschen und verteidigt die Eskalation gegen Infrastruktur, die das Klima zerstöre. Genau hier liegt die politische Härte und die Grenze der Darstellung: Die These ist prüfbar als Geschichtsargument, nicht als Rezept. Wer den Titel wörtlich als Handbuch nimmt, verfehlt den Text, der Bewegungen vergleicht, nicht Schaltpläne liefert.
Unsicher bleibt, ob die historischen Analogien tragen. Wahlrecht und Apartheid hatten Gegner, die man stellen konnte; das fossile Kapital ist verflochten, global, rechtlich geschützt. Kritik nannte Romantisierung der Militanz, Unterschätzung des staatlichen Zugriffs, die Gefahr, dass Sabotage die Bewegung isoliert. Malm kennt den Vorwurf der Abenteurerei und hält entgegen, dass die Gewaltfreiheit selbst zur Moral geworden sei, die den Gegner entlaste. Die Stärke ist die Klarheit der Alternative. Die Schwäche ist die Hoffnung, Mehrheit und Beschädigung von Eigentum ließen sich auf Dauer vereinen.
Einordnung
Neben Saitos Systemsturz und den älteren Debatten um zivilen Ungehorsam steht Malm als der, der den Pazifismus der Klimabewegung für strategisch unzureichend erklärt. Der Film gleichen Geistes hat den Titel bekannter gemacht als das Argument. Wer das Buch nur als Aufruf zur Zerstörung liest, unterschlägt die Absage an Verletzung von Menschen. Wer es nur als Geschichtsessay rettet, unterschlägt, dass es Eskalation will. Zeitdiagnose heißt hier: die Krise als Frist, nicht als Stimmung – und die Pflicht, Mittel zu nennen, ohne sie in diesem Artikel zu unterrichten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
