Vom Gottesstaat
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Vom Gottesstaat |
| Autor(en): | Augustinus |
| Originaltitel: | De civitate Dei |
| Originalsprache: | lateinisch |
| Erstveröffentlichung: | 426 |
| Schlagwörter: | Zwei Städte, Rom, Heilsgeschichte, Friede |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Theologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 1072 Seiten |
| ISBN: | 9783423343930 |
| Verweise | |
Vom Gottesstaat (lateinisch De civitate Dei contra paganos) ist das zwischen 413 und 426 entstandene Werk von Augustinus. Nach der Plünderung Roms 410 durch die Westgoten antwortet er Heiden, die das Christentum für den Fall der Stadt verantwortlich machten, und entwirft zwei Städte, die irdische und die Gottes, die sich durch die Geschichte ziehen, ohne mit Reich oder Kirche zusammenzufallen.
Inhalt
Die ersten zehn Bücher sind Abwehr. Rom ist nicht deshalb gefallen, weil es die alten Götter verließ; es ist oft gefallen, und die Götter haben es nicht geschützt. Augustinus geht die römische Religion, die Philosophen, die Dämonenlehre durch und nimmt den Vorwurf auseinander, das Christentum habe den Bürgersinn zerstört. Das Unglück der Zeit beweist nicht gegen Gott; es beweist, dass irdische Größe nicht das letzte Gut ist. Wer das Reich mit dem Reich Gottes gleichsetzt, hat beides missverstanden.
Die Bücher elf bis zweiundzwanzig erzählen die zwei Städte von der Schöpfung bis zum Gericht. Die civitas Dei ist die Gemeinschaft derer, die Gott lieben bis zur Verachtung des Selbst; die civitas terrena die derer, die das Selbst lieben bis zur Verachtung Gottes. Kain und Abel, Babylon und Jerusalem, die Engel, die abfielen: Dasselbe Menschengeschlecht trägt beide Städte, vermischt in der Zeit. Der irdische Staat ist nicht einfach das Reich des Bösen; er ist Ordnungsmacht, die den Frieden der Welt sichert, und zugleich Schauplatz der Selbstliebe. Die Kirche ist nicht schon die Stadt Gottes; in ihr sind Weizen und Unkraut.
Das Ziel ist der ewige Friede, nicht der Sieg eines Kaisers. Augustinus schreibt eine Geschichte, in der das Römische Reich eine Episode bleibt. Philosophie – Stoa, Epikureer, Platon – findet Teilwahrheiten und nicht den Weg. Die Auferstehung, das Gericht, die Gottesstadt als vollendete Gemeinschaft: Das Werk schließt, wo die Bekenntnisse gebetet hatten, nun als Weltbuch. Zweiundzwanzig Bücher sind lang, polemisch, gelehrt und unerbittlich in der Behauptung, dass kein irdisches Reich die Verheißung einlöst.
Einordnung
Augustinus hat der Spätantike die Formel gegeben, mit der das Mittelalter Politik und Heil auseinanderhielt, ohne die Politik preiszugeben. Die Zwei-Reiche-Lehre Martin Luthers arbeitet an dieser Unterscheidung weiter; die Summa theologica des Thomas von Aquin baut die Theologie anders, schulmäßiger, und bleibt Augustinus verpflichtet. Die angegebene Ausgabe folgt einer Übersetzung aus dem Lateinischen, vollständig in einem Band. Wer nach ihm über den Staat als irdischen Frieden spricht, der nicht das Heil ist, spricht hinter diesem Werk; wer nur den Kirchenvater der Reichskirche nimmt, unterschlägt, dass Rom hier ausdrücklich nicht die Stadt Gottes ist.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
