Vollständige Geschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Vollständige Geschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage |
| Autor(en): | B. H. Roberts |
| Originaltitel: | A Comprehensive History of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, Century I |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1930 |
| Schlagwörter: | Mormonen, Kirche, Pioneer, Utah |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Religionswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Deseret
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 3000 Seiten |
| ISBN: | 9780842504829 |
| Verweise | |
Die Vollständige Geschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (englisch A Comprehensive History of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints) ist die 1930 in sechs Bänden erschienene Kirchengeschichte von B. H. Roberts, damals Generalautorität und amtlicher Historiker der Kirche. Sie gilt als sein Hauptwerk. Die Reihe erzählt das erste Jahrhundert der Kirche bis zu den Hundertjahrfeiern von 1930. Eine Ausgabe mit Registern gab die Brigham Young University 1959 heraus, damit Mitglieder das Werk gebrauchen konnten. Roberts hatte den Stoff zuvor in zweiundvierzig Artikeln des American Historical Magazine von 1909 bis 1915 vorgelegt.
Inhalt
Roberts schreibt gegen die Theorie, Joseph Smith habe wesentliche Teile des Buches Mormon von Solomon Spalding abgeschrieben. Nach einem solchen Artikel verlangte er öffentliche Richtigstellung; der Herausgeber war so angetan, dass er eine ausführliche Geschichte wollte und Format und Erscheinungsweise des Magazins änderte. Die Erste Präsidentschaft wünschte später sechs Bände; die Kosten verhinderten das zunächst. 1928 bat der Apostel George Albert Smith, das Werk für 1930 zu prüfen und zu erneuern. Roberts wollte sogar eine einbändige Fassung nach dem Vorbild von Joseph Fielding Smiths Essentials in Church History. Entstanden ist dennoch die große Reihe: genau in den Quellen, ablehnend gegen fromme Mythen, und doch parteilich für das Mormonentum.
Die Behauptung entfaltet sich chronologisch über sechs Bände. Der erste führt von Smiths früher Geschichte bis zu den Erfahrungen der Kirche in Missouri. Der zweite erzählt die Besiedlung von Illinois bis zur Flucht. Der dritte gilt den mormonischen Pionieren bis zum Eingreifen der Bundesregierung in Salt Lake City. Der vierte behandelt Ereignisse in Utah in den fünfziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts. Die späteren Bände führen zum Manifest von 1890, das die Mehrehe öffentlich aufgab, und bis ins Jahr 1930. Roberts gibt Primär- und Sekundärquellen an und weigert sich, erbauliche Legenden als Tatsache zu verkaufen. Das war neu: eine Kirchengeschichte, die den Apparat der Zunft übernahm, ohne die Kirche zu verlassen.
Unsicher wird das Werk, wo Genauigkeit und Erbauung sich reiben. Die Kritik hat eine starke Voreingenommenheit für das Mormonentum und einen romantischen Wortschatz genannt. Roberts weiß, dass er amtlicher Historiker ist, und beharrt darauf, Mythen zu verwerfen, ohne die Offenbarung zu verwerfen. Der Ton ist der des Anwalts, der Akten liest, nicht der des Skeptikers. Vor der akademischen Welle der neueren mormonischen Geschichtsschreibung galt das Buch als das beste historische Werk über diesen Gegenstand und jedem zuvor erschienenen überlegen. Es war das erste, das einen so langen Zeitraum so genau nach Epochen gliederte.
Einordnung
Kenneth W. Godfrey und Douglas D. Alder haben die Reihe als Roberts’ wichtigste historische Arbeit beschrieben. Nachbarschaft hat sie zu den älteren Hausgeschichten der Kirche und zu der späteren neuen mormonischen Geschichtsschreibung, die den amtlichen Rahmen sprengte und gerade darum Roberts als Vorläufer brauchte: den Mann, der Quellen angab, bevor das Seminar das tat. Davis Bitton hat Roberts als Historiker gewürdigt und die Grenzen der Parteilichkeit nicht verschwiegen. Eine deutsche Ausgabe gibt es nicht; der Stoff bleibt an das englische Original und an die Enzyklopädien des Mormonentums gebunden.
Geblieben ist der Anspruch, Kirche und Kritik der Legende zusammenzuhalten. Wer nach 1930 über Joseph Smith, Missouri, den Zug nach Utah und das Manifest spricht, trifft eine Gliederung, die Roberts gesetzt hat. Die sechs Bände sind Hausbuch und Forschungsstand ihrer Zeit; die neuere Forschung hat sie überholt, nicht aus der Vorgeschichte gestrichen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
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