Unterwegs
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Unterwegs |
| Autor(en): | Jack Kerouac |
| Originaltitel: | On the Road |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1957 |
| Schlagwörter: | Straße, Freundschaft, Jazz, Amerika |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 384 Seiten |
| ISBN: | 9783499222252 |
| Verweise | |
Unterwegs ist der 1957 erschienene Roman von Jack Kerouac, im Original On the Road. Der Erzähler Sal Paradise und der unstete Dean Moriarty kreuzen Ende der vierziger Jahre den nordamerikanischen Kontinent, hin und zurück, mit Bussen, Lastwagen, gestohlenen Wagen, auf der Suche nach einem Rausch, der das bürgerliche Nachkriegsamerika nicht vorgesehen hat. Das Buch gilt als Gründungstext der Beat Generation, nicht weil es ein Programm aufstellt, sondern weil es eine Bewegung aufschreibt: reden, fahren, hören, weiter. Kerouac tippte einen Erstentwurf 1951 in drei Wochen auf eine Papierrolle, damit der Satz die Straße nicht für den Blattwechsel unterbrechen musste. Die deutsche Übersetzung von Thomas Lindquist erschien bei Rowohlt; 2010 folgte die Urfassung mit den wirklichen Namen, übertragen von Ulrich Blumenbach.
Inhalt
Sal, Schriftsteller, lebt bei der Tante, als Dean in sein Leben bricht: Mann aus dem Westen, mehrfach verheiratet, Dieb von Autos, Redner ohne Punkt. Zusammen mit Carlo Marx – in der Wirklichkeit Allen Ginsberg – sitzen sie in New York und reden die Nacht in Fetzen. Sal fährt nach Denver, nach San Francisco, nach Los Angeles; Dean taucht auf und ab, zieht Frauen mit, verlässt sie, kehrt zurück. Marylou, Camille, später Mexiko: Die Stationen sind Städte und Betten, Jazzkeller, in denen der Bebop die Sprache vorgibt, die Kerouac in Prosa holen will. Old Bull Lee – William S. Burroughs – sitzt in New Orleans zwischen Drogen und Traktaten. Sal sucht in Dean eine Lebendigkeit, die er selbst nur beschreiben kann; Dean sucht in Sal einen Zeugen.
Die Fahrten wiederholen sich, ohne sich zu gleichen. Geld fehlt, Wagen sterben, Freundschaften reißen und heilen für eine Nacht. In Mexiko, am südlichsten Punkt, erreicht die Reise einen Rausch und einen Zusammenbruch: Dean lässt Sal fiebernd zurück, als wäre Treue ein sesshaftes Wort. Zurück in den Staaten geht jeder seinen Weg; die Straße hat nichts gelöst, nur gezeigt, dass man auf ihr existieren kann, solange jemand mitfährt. Kerouac hat die Figuren nach lebenden Menschen gebaut – Dean nach Neal Cassady, Sal nach sich selbst – und wollte später die Klarnamen auf den Einband setzen. Die Rolle von 1951, 2001 teuer versteigert, enthält diese Namen; die Buchfassung von 1957 hat geglättet, nicht verraten.
Sex, Rauschmittel und Jazz sind keine Reizwörter, sondern der Stoff der Tage. Sal bleibt der Beobachtende, Dean der Getriebene; Joyce Johnson hat das Paar mit Tom Sawyer und Huck Finn verglichen, nur dass das Floß ein Wagen ist und der Fluss die Überlandstraße. Die Abweichung von der Norm der frühen fünfziger Jahre ist der eigentliche Gegenstand: nicht die Landkarte, sondern der Blick derer, die auf ihr keinen Platz haben und ihn trotzdem durchqueren. Am Ende steht keine Ankunft, sondern die Erinnerung an einen Mann, der nicht halten konnte, was die Bewegung versprach. Die Straße bleibt, die Freundschaft nicht.
Einordnung
Kerouac hat mit der gelassenen Stimme Sals ein Buch geschrieben, das lesbarer ist als seine dunkleren, von harten Drogen gezeichneten Texte, und genau deshalb in die Breite wirkte. Ursula Brumm las die Absage an die Gesellschaft als künstlerische Befreiung: ein eigener Rhythmus gegen die amerikanische Lebensweise. Die Nachwelt hat Unterwegs zum Manifest gemacht, das Kerouac so nicht verfasst hat; er schrieb eine Elegie auf die Freundschaft mit einem Mann, der die anderen verbrennt. Der Film von Walter Salles 2012 mit Garrett Hedlund, Kristen Stewart und Sam Riley hat die Fahrten bebildert und die Atemlosigkeit der Rolle nur selten getroffen.
Neben Huckleberry Finn steht das Buch als zweite große amerikanische Fluss- und Straßenerzählung, nur dass der Fluss jetzt Asphalt ist. Easy Rider hat den Mythos weitergefahren, oft ohne Kerouacs Trauer. Die Rowohlt-Übersetzung Lindquists hat das Deutsch einer Generation geprägt; Blumenbachs Urfassung gibt den Rohstoff zurück, mit Klarnamen und weniger Scham. Wer die Beat Generation nur als Pose kennt, findet hier die Erschöpfung nach der Fahrt und den Satz, der trotzdem weiterwill. Die angegebene Ausgabe zählt 384 Seiten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
