Theorie der Literatur

Boris Tomaschewski · 1925 · Sachbuch, Literaturwissenschaft


Das Werk
Deutscher Titel: Theorie der Literatur
Autor(en): Boris Tomaschewski
Originaltitel: Teorija literatury. Poetika
Originalsprache: russisch
Erstveröffentlichung: 1925
Schlagwörter: Poetik, Motiv, Vers, Fabel
Sachgebiete: Sachbuch, Literaturwissenschaft
Greifbare Ausgabe
Verlag: Akademische Verlagsgesellschaft


Umfang dieser Ausgabe: 240 Seiten
ISBN:
Verweise


Theorie der Literatur. Poetik (russisch Teorija literatury. Poetika) ist das 1925 in Leningrad erschienene Lehrbuch von Boris Tomaschewski, in dem der Formalismus Schulform annimmt: Motiv, Fabel, Sujet, Versmaße, die Terminologie, die Seminare brauchen. Das Buch ist weniger genialisch als Schklowski, genau darin das Organon, das die Schule lehrbar machte.

Inhalt

Tomaschewski ordnet. Das Motiv als kleinste Einheit, die Fabel als chronologische Folge, das Sujet als gemachte Anordnung, der Vers als System von Wiederholungen. Definitionen, Beispiele, die Nüchternheit des Handbuches. Wer Formalismus nur als Kampfschrift kennt, findet hier die Grammatik. Die Poetik ist Wissenschaft von den Verfahren, anschlussfähig an die Linguistik, ohne Jakobsons spätere Funktionen schon zu besitzen.

Das Lehrbuch hat Generationen von Philologen in Russland geprägt, auch als der Formalismus schon verfemt war, weil Terminologie überlebt. Die westliche Rezeption hat es hinter den Essays der Berühmteren zurückgestellt. Die Kritik nannte es schulmeisterlich; geblieben ist das Vokabular von Fabel und Sujet, das auch erzählt, wer Tomaschewski nicht nennt.

Die deutsche Kenntnis läuft oft über Handbücher, die ihn zitieren, ohne ihn zu übersetzen. Wer die Schule nur als Verfremdung und Morphologie kennt, unterschlägt den Mann, der die Begriffe für den Unterricht festzog. Der Formalismus bekommt durch ihn die Schulbank.

Einordnung

Tomaschewski hat der Gruppe das Lehrbuch gegeben. Neben Schklowski, Tynjanow und Eichenbaum ist er der Vierte, der weniger zitiert und mehr benutzt wird. Propp hat die Erzählfunktion anders zerlegt; dieses Buch zerlegt die Poetik überhaupt. Wer nach 1925 in Termini von Motiv und Sujet spricht, spricht oft mit Tomaschewski, auch ohne den Namen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.