The Urban Villagers
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | The Urban Villagers |
| Autor(en): | Herbert J. Gans |
| Originaltitel: | The Urban Villagers. Group and Class in the Life of Italian-Americans |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1962 |
| Schlagwörter: | Stadt, Klasse, Sanierung, Nachbarschaft |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Free Press
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| Umfang dieser Ausgabe: | 443 Seiten |
| ISBN: | 9780029112403 |
| Verweise | |
The Urban Villagers ist die 1962 erschienene Studie Herbert J. Gans' über das italienischstämmige West End in Boston, das die Stadtplanung als Slum las und abriss, während es für die Bewohner eine Nachbarschaft war. Gans zeigt Klasse als Lebensführung, nicht als Mangel an Kultur: Die Dorfform in der Stadt ist Anpassung, nicht Rückstand. Das Buch hat der amerikanischen Stadtsoziologie das Gewissen gegen die Sanierung von oben gegeben.
Inhalt
Gans wohnt im Viertel, hört, zählt, widerspricht der Planung, die Dichte für Krankheit hält. Die Familien, die Peer-groups der Männer, die Skepsis gegen die Außenwelt der Behörden und Ärzte: Das ist nicht Unkultur, das ist eine Arbeiterkultur, die sich gegen die Mittelklasse abschließt, weil die Mittelklasse sie beschämt. Wenn die Abrissbirne kommt, zerstört sie nicht nur Häuser, sie zerstört ein Gewebe, das Statistiken nicht sehen. Gegen die Chicagoer Schule, die die Stadt in Zonen der Desorganisation legt, setzt Gans die Behauptung, dass Organisation anders aussehen kann als Vorstadt.
Gegen Parsons’ Integration setzt er die Subkultur, die sich nicht integrieren lassen will, ohne sich zu verlieren. Gegen Mills’ Machtelite setzt er die lokale Lage, in der Macht als Behörde auftritt, die das Viertel nicht kennt. Goffman hätte die Gesichter gelesen; Gans liest die Klasse im Alltag. Das Buch ist Ethnographie ohne Exotik, politisch ohne Pamphlet. Die Sanierung, die das West End tilgte, hat Gans recht gegeben und das Buch zur Anklage gemacht, die er als Studie begann. Die späteren Arbeiten über Populärkultur und über die Presse halten denselben Blick: Was die Oberschicht für Mangel hält, ist oft eine andere Ordnung.
Die Grenzen liegen in der Enge des einen Viertels und in der Gefahr, Arbeiterkultur zu romantisieren. Gans weiß das und besteht darauf, dass Romantik hier das geringere Übel ist gegenüber der Planung, die Menschen für Material hält. Wer nur Jane Jacobs sucht, findet bei Gans die soziologische Parallele: Jacobs die Straße, Gans die Klasse. Wer nur Boston sucht, unterschlägt das Argument, das auf jede Sanierung zielt, die Bewohner nicht fragt. Das Buch bleibt das amerikanische Gegenstück zur großen Theorie: nah, parteilich, prüfbar.
Einordnung
Gans hat der amerikanischen Soziologie die Stadt als Streit um Kultur und Klasse hinterlassen. Neben Goffmans Theater und Mills’ Phantasie steht dieser Band als die Behauptung, dass man Viertel verstehen muss, bevor man sie reißt. Die Wirkung liegt in der Stadtplanung, in der Ethnographie, in jeder Debatte über Gentrifizierung, die das Wort noch nicht hatte. Wer nach 1962 Sanierung sagt und Gewebe meint, spricht Gans. Das West End ist weg; das Argument nicht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
