Sturz der Titanen

Ken Follett · 2010 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Sturz der Titanen
Autor(en): Ken Follett
Originaltitel: Fall of Giants
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2010
Schlagwörter: Weltkrieg, Familien, Bergwerk, Revolution
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Bastei Lübbe


Umfang dieser Ausgabe: 1040 Seiten
ISBN: 9783404166602
Verweise


Sturz der Titanen ist ein historischer Roman von Ken Follett, 2010 zugleich in vielen Sprachen erschienen, deutsch bei Bastei Lübbe. Er eröffnet die Jahrhundert-Trilogie, der Winter der Welt und Kinder der Freiheit folgen, und führt fünf Familien durch die Jahre vor, in und nach dem Ersten Weltkrieg. Follett, bekannt durch Die Säulen der Erde, verlegt die Baustelle diesmal auf Gruben, Fronten und Paläste. Das Buch stand Wochen auf dem ersten Platz der Spiegel-Liste. Es erzählt, wie die alten Reiche stürzen und die Überlebenden in Parlamente, Kreml und Schwarzbrennereien geraten.

Inhalt

In Aberowen in Wales fährt der dreizehnjährige Billy Williams zum ersten Mal in die Kohle; seine Schwester Ethel dient auf dem Anwesen des Earls Edward Fitzherbert. Fitz macht Ethel schwanger und schickt sie fort; sie bekommt in London ein Haus und später den Sohn Lloyd. Ein Grubenunglück macht Billy zum Retter und den Streik zum Verlust. Walter von Ulrich, Militärattaché der deutschen Botschaft, liebt Fitz’ Schwester Maud; am Tag vor der Kriegserklärung heiraten sie heimlich. In Petrograd will der Dreher Grigori Peschkow nach Amerika; sein Bruder Lew tötet einen Polizisten, nimmt die Fahrkarte und lässt Grigori bei der schwangeren Katherina zurück. Gus Dewar, Sohn eines Senators, steigt zum Berater Woodrow Wilsons auf.

Der Krieg zerreißt die Paare. Walter kämpft im Osten, dann im Westen, und trifft Fitz in der Weihnachtspause 1914. Billy geht zu den Aberowen Pals, deren Befehlshaber Fitz ist, den er wegen Ethel hasst. Maud und Ethel werben gemeinsam für das Frauenstimmrecht. Lew strandet in Cardiff, betrügt in der Grube beim Kartenspiel, erreicht Buffalo und wird Fahrer des Unternehmers Joseph Vyalov; als er dessen Tochter Olga schwängert, muss er sie heiraten. Grigori wird eingezogen, heiratet Katherina und steigt in der Oktoberrevolution auf, bis in die Nähe Trotzkis. Billy schreibt aus Sibirien, wo die Pals gegen die Rote Armee stehen; Ethel macht eine Kampagne daraus, Billy kommt vors Kriegsgericht und später frei.

Nach dem Frieden sitzen Ethel und Billy für Labour im Unterhaus. Walter und Maud leben karg in Deutschland. Gus wirbt mit Wilson für den Völkerbund. Grigori wohnt mit Katherina im Kreml. Lew erschlägt Vyalov und übernimmt das Geschäft, das die Prohibition bedroht; er holt Whisky aus Kanada. Follett schließt mit der nächsten Generation und dem Wissen, dass der Sturz der Reiche die Familien nicht entlässt. Die Titanen sind Kaiser, Earls und Fabrikanten; was nach ihnen kommt, ist Parlament, Partei und Schmuggel.

Einordnung

Follett hat den Unterhaltungsroman auf die Länge eines Jahrhunderts angelegt: viele Figuren, klare Lager, Lehrstücke über Kohle, Wahlrecht und Revolution. Die FAZ bescheinigte ihm, dass er nicht schönfärbt und für die Materialschlacht eine angemessene Sprache findet; die Süddeutsche nannte peinliche Liebesszenen und fliegende Dialoge, lobte aber die Recherche. Gegen Die Säulen der Erde, wo der Stein die Zeit überdauert, steht hier der Krieg als Maschine, die Adlige und Kumpel gleich verschleißt. Die Frauen tragen Handlung und Wahlkampf, ohne dass der Roman die Gewalt gegen sie beschönigte. Dass Ethel und Maud das Stimmrecht erstreiten, während Billy und Walter die Schützengräben überleben, ist kein Trost, sondern die Verschiebung der Macht, die der Titel meint.

Die Trilogie führt dieselben Geschlechter durch Faschismus und Kalten Krieg. Verfilmungen im Fernsehen haben den Stoff weiter popularisiert. Im Deutschen hält Lübbe den Band als dickes Taschenbuch. Wer nach 2010 den Weltkrieg als Familiensaga wollte, fand in Aberowen und Petrograd das Muster: Grube, Herrenhaus, Werkbank. Das Buch unterrichtet, indem es unterhält; seine Grenze ist der Blick von außen, der die Figuren selten in sich hineinlässt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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