Studien zur unteritalischen Vasenmalerei

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Studien zur unteritalischen Vasenmalerei
Autor(en): Konrad Schauenburg
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Ludwig
Serie: Studien zur unteritalischen Vasenmalerei
Erscheinungsjahr: 1999
Seitenanzahl: 150 Seiten
Originaltitel: Studien zur unteritalischen Vasenmalerei
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3937719881
ISBN-13/

EAN-Code:

9783937719887
Schlagwörter: Vasen, Unteritalien, Malerei, Grabkult
Sachgebiete: Sachbuch, Archäologie
Rezensionen
Umschlag

Studien zur unteritalischen Vasenmalerei sind die zwischen 1999 und 2010 im Kieler Verlag Ludwig erschienene vierzehnbändige Reihe des klassischen Archäologen Konrad Schauenburg. Vierzehn Bände verteilen sich auf zehn Bücher, darunter Doppelbände; später traten Studien zur attischen Vasenmalerei hinzu. Schauenburg hatte in Kiel den Lehrstuhl und die Antikensammlung geleitet und das Feld seit dem Studium bearbeitet. Olaf Höckmann steuerte vereinzelte Beiträge bei. Die Reihe publiziert Material, das sonst unzugänglich geblieben wäre: Formen, Motive, regionale Stile Unteritaliens, erschlossen durch Sach- und Künstlerregister. Gut die Hälfte jedes Bandes ist Bild; die meisten Abbildungen stehen in Schwarzweiß, wenige in Farbe.

Inhalt

Schauenburg schreibt gegen die Vernachlässigung der unteritalischen Malerei zugunsten der attischen. In Großgriechenland, in Apulien, Kampanien, Paestum, Lukanien, entstanden im vierten Jahrhundert vor Christus Bildwelten, die nicht bloße Nachahmung Athens sind. Grabkult, Jenseits, Theater und der lokale Geschmack prägen Gefäße, die der Handel und die Sammlungen verstreut haben. Die Reihe ordnet nicht nach einer einzigen Erzählung, sondern nach Formen, Motiven und Malern. Band I gilt den wenig beachteten Räuchergefäßen, den Thymiateria, daneben Fischtellern, Krateren, Kantharoi, Oinochoen, Pelike und Situla. Schon der Auftakt sagt, worum es geht: Gattungen sichtbar machen, die in Handbüchern Randnoten sind.

Die folgenden Bände tragen die Behauptung durch das Corpus. Band II untersucht eine neue Vaseninschrift, großgriechische Jenseitsvorstellungen im Totenkult, den Iliupersismaler und den Lykurgosmaler. Band III gilt Eulen, aufgesetzter Bemalung und Oinochoen bestimmter Gruppen. Spätere Doppelbände mischen attisches und unteritalisches Material, Krater aus Lukanien, den bogenschießenden Eros, Grabbilder, die das Jenseits möblieren. Jeder Band ist Studie und Katalog: Zuschreibung, Vergleich, Abbildung. Schauenburg arbeitet als Kenner der Hände, nicht als Theoretiker des Bildes. Die Register sollen das Zersplitterte wieder auffindbar machen. Ohne diese Bände blieben viele Stücke in Auktionskatalogen und Magazinen stumm.

Unsicher wird die Reihe, wo die Fülle die Synthese ersetzt. Es gibt keine abschließende Geschichte der unteritalischen Malerei in einem Band, sondern vierzehn Anläufe. Die Gegenposition, Zuschreibungskunst sei selbst ein Markt der Namen, trifft eine Arbeit, die Namen braucht, um Stücke zu binden. Der Ton ist der der klassischen Archäologie: knapp, beschreibend, in der Anmerkung genau. Schwarzweißbilder sparen Kosten und entziehen der Farbe, was unteritalische Malerei oft ist: deckendes Weiß, Gelb, das Theaterhafte. Schauenburg hat das gewusst und die Veröffentlichung der Stücke höher gestellt als den repräsentativen Tafelband. Die Grenze der Reihe ist die Grenze eines Gelehrtenlebens: 2010, ein Jahr vor seinem Tod, kamen die letzten beiden Bände.

Einordnung

Die Studien sind ein Corpusunternehmen der Kieler Schule, näher bei Trendall und den Malerlisten als bei der neueren Bildanthropologie. Sie haben Unteritalien im deutschsprachigen Fach sichtbar gehalten, als der Blick oft auf Athen und Rom ging. Nachbarschaft haben sie zu den Bänden des Corpus Vasorum Antiquorum und zu den Grabungsberichten Großgriechenlands. Eine breite öffentliche Aufnahme war nicht vorgesehen und ist nicht eingetreten.

Geblieben ist das Material. Wer nach 1999 über apulische Unterweltskrater, über Fischteller und über den Eros mit dem Bogen spricht, blättert in diesen Kieler Heften. Der Verlag Ludwig hat einer Spezialität vierzehn Bände gegeben; das ist in der deutschen Archäologie selten genug. Schauenburg hat gesammelt, was sonst verstreut bliebe. Die Synthese mag fehlen; das Corpus steht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.