Schriften I

Jacques Lacan · 1966 · Sachbuch, Psychologie


Das Werk
Deutscher Titel: Schriften I
Autor(en): Jacques Lacan
Originaltitel: Écrits
Originalsprache: französisch
Erstveröffentlichung: 1966
Schlagwörter: Unbewusstes, Sprache, Spiegelstadium, Name-des-Vaters
Sachgebiete: Sachbuch, Psychologie
Greifbare Ausgabe
Verlag: Walter
Erscheinungsort: Écrits
Umfang dieser Ausgabe: 480 Seiten
ISBN: 9783530180134
Verweise


Schriften I eröffnet die deutsche Ausgabe der Écrits von Jacques Lacan (Paris 1966): das Unbewusste wie eine Sprache, das Spiegelstadium, der Name-des-Vaters. Der Band sammelt Vorträge und Aufsätze, die die Psychoanalyse an die Linguistik binden und gegen die Ich-Psychologie die Rückkehr zu Freuds Texten behaupten. Die späteren deutschen Bände ergänzen; hier zählt der erste, der die Schule im Deutschen festgesetzt hat.

Inhalt

Lacan liest Freud gegen die Anpassung. Das Ich ist Missverständnis im Spiegel; das Subjekt spricht, wo es nicht meint; das Begehren ist Begehren des Anderen. Der Aufsatz über das Spiegelstadium, das Seminar über den gestohlenen Brief, die Instanz des Buchstabens: das Subjekt entsteht in der Ordnung der Zeichen, nicht als Herr im Haus. Gegen die Traumarbeit als Königsweg setzt er die Kette der Signifikanten. Die Traumdeutung bleibt Freuds Slot; hier zählt die Kehre, die aus der Couch eine Sprachtheorie macht.

Der Band ist kein Lehrbuch. Er ist eine Falle und eine Schule: mündlich trotz Schrift, schwer, auf Wirkung berechnet. Die Kritik nannte Obskurität, Autorität, die Vernachlässigung der Klinik zugunsten der Rhetorik. Geblieben ist das Vokabular, mit dem die Humanities Freud nach 1966 lasen. Wer Lacan nur als Dunkelheit kennt, hat die klinische Pointe übersprungen, dass das Unbewusste nicht hinter der Sprache liegt, sondern in ihr.

Ohne diese Schriften wäre die Psychoanalyse nach Freud in der Ego-Psychology geblieben oder in der Kleinkindbeobachtung. Mit ihnen wird sie Sprachtheorie. Winnicott steht als Gegenpol des Spiels; Klein als Härte des inneren Objekts; hier gilt der Buchstabe. Die Walter- und späteren Quadriga-Bände haben ausgewählt, was das Seminar tragen sollte; der erste Band bleibt der Eingang.

Einordnung

Lacan hat Freud die Linguistik gegeben, die die Traumdeutung schon als Königsweg hatte, ohne sie zu sein. Neben Winnicott und Klein steht dieser Band als der Text, der die französische Theorie an die Couch band. Im Essay zur Psychoanalyse nach Freud ist dies der eine Band. Wer nach 1966 über das Unbewusste spricht, ohne den Anderen, spricht hinter den Schriften – auch gegen sie.

Essays

Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.

Die Psychoanalyse nach Freud (Lesepfad)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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