Rebecca

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Rebecca
Autor(en): Daphne du Maurier
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Fischer Taschenbuch
Serie:
Erscheinungsjahr: 1938
Seitenanzahl: 468 Seiten
Originaltitel: Rebecca
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3596902754
ISBN-13/

EAN-Code:

9783596902750
Schlagwörter: Herrenhaus, Vorgängerin, Cornwall, Angst
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Rebecca ist der 1938 erschienene Roman von Daphne du Maurier, geschrieben in Fowey an der Küste Cornwalls nach einem steckengebliebenen Entwurf aus Alexandria. Gleich nach der Veröffentlichung wurde er, zur Überraschung der Autorin, eines der meistverkauften Bücher des Jahres; Alfred Hitchcock verfilmte ihn 1940. Der berühmte erste Satz – die Erzählerin träumt, sie sei wieder in Manderley gewesen – setzt ein Buch in Gang, das Schauerroman, Eheroman und Kriminalgeschichte zugleich ist. Die namenlose zweite Frau tritt in ein Haus ein, das noch ganz der ersten gehört.

Inhalt

Die Ich-Erzählerin, eine einundzwanzigjährige Waise ohne Vermögen, dient der groben Amerikanerin Mrs. Van Hopper in Monte Carlo als Gesellschafterin, als sie den verwitweten Maxim de Winter kennenlernt, den Herrn des Landsitzes Manderley in Cornwall. Nach wenigen Wochen heiratet er sie. In Manderley empfängt sie die Haushälterin Mrs. Danvers, die die verstorbene Rebecca vergöttert und deren Zimmer hält, als lebte die Herrin noch. Die junge Frau vergleicht sich bei jeder Gelegenheit mit der Vorgängerin, die alle für schön, geistreich und von Maxim geliebt halten. Der Verwalter Frank Crawley und Maxims Schwester Beatrice sind wohlwollend; Mrs. Danvers bleibt kalt. Rebecca sei an einem stürmischen Abend mit ihrem Boot »Je reviens« hinausgefahren und nicht zurückgekehrt; eine Wasserleiche habe Maxim als die Seine identifiziert.

Auf dem jährlichen Maskenball rät Mrs. Danvers der Erzählerin zu einem Kleid nach dem Porträt einer Vorfahrin. Es ist dasselbe Kostüm, das Rebecca im Jahr zuvor trug. Maxim verlangt, sie solle sich umziehen, und spricht tagelang nicht mit ihr. Mrs. Danvers treibt die Verzweifelte ans Fenster von Rebeccas Schlafzimmer, als die Nachricht von einem Schiff in Seenot die Szene unterbricht. Bei der Bergung finden Taucher das echte Wrack mit Rebeccas Leiche. Maxim gesteht seiner Frau nun, dass er Rebecca gehasst, nicht geliebt hat: fünf Tage nach der Hochzeit habe sie sich als boshaft und verdorben gezeigt, Liebhaber nach Manderley geholt, darunter den Cousin Jack Favell, und am Abend ihres Todes angedeutet, sie trage das Kind eines anderen, das Manderley erben werde. Maxim hat sie im Bootshaus erschossen, den Leichnam in die Kabine gelegt und das Boot versenkt.

Die gerichtliche Untersuchung nimmt Selbstmord an, weil der Bootsbauer feststellt, das Fahrzeug sei absichtlich zum Sinken gebracht worden. Favell versucht, Maxim des Mordes zu bezichtigen und zu erpressen. Es stellt sich heraus, dass Rebecca am Vortag in London bei einem Arzt war: Sie hatte Krebs in fortgeschrittenem Stadium und konnte keine Kinder bekommen. Das Gericht stellt die Untersuchung ein. Maxim und die Erzählerin glauben sich frei und wollen nach Manderley zurück. Mrs. Danvers ist verschwunden. Vor dem Landsitz färbt sich der Himmel rot: nicht Morgenröte, sondern Feuer. Manderley brennt. Der Prolog hat das Paar bereits in einem bescheidenen Hotel eines südlichen Landes gezeigt, älter, ohne das Haus, in einem Alltag, der sich leben lässt.

Einordnung

Du Maurier hat das Buch eine Studie der Eifersucht genannt und Erinnerungen an den Landsitz Menabilly sowie an die Beziehung zu ihrem Vater Gerald darin verarbeitet. Die namenlose Erzählerin, der dunkle Herr, das Herrenhaus mit der unheimlichen Haushälterin und der Brand am Schluss stehen in der Nachbarschaft von Charlotte Brontës Jane Eyre, ohne dass du Maurier die ältere Vorlage ausstellt. Rebecca selbst bleibt unsichtbar und ist doch die mächtigste Figur: kein Gespenst, aber eine Gegenwart, die das Haus und die Ehe durchdringt. Die junge Frau reift nicht durch Bildung, sondern in dem Augenblick, in dem sie begreift, dass Maxim die Tote gehasst hat; erst dann begegnet sie ihm auf gleicher Höhe.

Die zeitgenössische Kritik teilte die Begeisterung des Publikums nicht; das Buch wird seit mehr als achtzig Jahren neu aufgelegt. Hitchcocks Film deutete eine lesbische Anziehung Mrs. Danvers’ an, die der Roman so nicht formuliert, und milderte Maxims Schuld, weil der Kodex der Zensur einen Mörder als Helden nicht zuließ. In der Psychologie heißt Rebecca-Mythos die Überhöhung eines Vorgängers, unter der der Nachfolger verschwindet. Wer nach 1938 das englische Herrenhaus als Falle und die zweite Ehe als Kampf gegen ein Bild erzählt, erzählt hinter diesem Roman.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.