Rassismus, Sexismus und Klassenkampf
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Rassismus, Sexismus und Klassenkampf |
| Autor(en): | Angela Davis |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Unrast |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1981 |
| Seitenanzahl: | 247 Seiten |
| Originaltitel: | Women, Race & Class |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3897711796 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783897711792 |
| Schlagwörter: | Sklaverei, Hausarbeit, Klasse, Feminismus |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Gesellschaftstheorie |
| Rezensionen | |
Rassismus, Sexismus und Klassenkampf (englisch Women, Race & Class) ist die 1981 erschienene Untersuchung von Angela Davis. Sie erzählt die Geschichte der Vereinigten Staaten von den schwarzen Frauen her und zeigt, dass ein Feminismus der weißen Bürgerin die Plantagen- und die Fabrikarbeit unsichtbar lässt.
Inhalt
Davis beginnt bei der Sklaverei. Schwarze Frauen waren Arbeitskraft, Gebärende und sexuelle Beute in einem; die Ideale der viktorianischen Weiblichkeit galten für sie nicht. Nach der formellen Freiheit blieb die Hausarbeit, oft im Haus der weißen Frau, die ihre eigene Emanzipation auf fremder Mühe aufbaute. Der Abolitionismus und die frühe Frauenbewegung kreuzen sich bei Davis als Bündnis und als Verrat: Das Wahlrecht der weißen Frau wurde gegen das der Schwarzen ausgespielt.
Das Buch geht durch Vergewaltigung, Geburtenkontrolle, Hausarbeit und die kommunistische Tradition der amerikanischen Arbeiterinnen. Davis widerspricht der Behauptung, die Familie der Schwarzen sei das Problem. Sie widerspricht einem Feminismus, der Vergewaltigung nur als Schicksal der geschützten Bürgerin denkt und die Geschichte der Plantagen vergisst. Klasse ist bei ihr keine Zusatzkategorie. Ohne Lohnarbeit, ohne Eigentum an Körpern und Häusern bleibt Geschlecht eine halbe Analyse.
Der Ton ist historisch, parteilich, klar. Davis schreibt keine Autobiographie des Prozesses, der sie berühmt machte; sie schreibt eine Gegengeschichte der Vereinigten Staaten. Die Quellen sind Berichte, Zeitungen, die Klassiker der Frauenbewegung, gegen den Strich gelesen. Wer eine Theorie ohne Namen sucht, findet Erzählung. Wer nur Erzählung sucht, findet die These, dass rassistische Herrschaft, Geschlecht und Klasse einander hervorbringen.
Einordnung
1981 stand das Buch gegen einen Kanon, der Beauvoir und Millett schon kannte und Sojourner Truth oft nur als Zitat. bell hooks hat im selben Jahr in Ain't I a Woman denselben blinden Fleck von der anderen Seite aufgeschlagen. Spätere Debatten über die Verschränkung von Unterdrückungen haben Davis’ Argument übernommen, oft ohne die kommunistische Zuspitzung. Die Kritik von rechts macht aus der Autorin ein Feindbild; die von links fragt nach der Partei. Geblieben ist die Geschichte, die „die Frau“ nicht mehr unbefragt als weiß voraussetzt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
