Political Man
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Political Man |
| Autor(en): | Seymour Martin Lipset |
| Originaltitel: | Political Man. The Social Bases of Politics |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1960 |
| Schlagwörter: | Demokratie, Klasse, Partei, Stabilität |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Mercury Books
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| Umfang dieser Ausgabe: | 432 Seiten |
| ISBN: | 9780801825224 |
| Verweise | |
Political Man. The Social Bases of Politics ist die 1960 erschienene Studie Seymour Martin Lipsets über die sozialen Grundlagen der Demokratie. Wohlstand, Bildung, eine Mittelklasse, die zu verlieren hat: Lipset bindet die Haltbarkeit der Demokratie an Lagen, nicht an Bekenntnisse. Das Buch hat der politischen Soziologie das amerikanische Organon gegeben, an dem sich noch jede Modernisierungstheorie rieb.
Inhalt
Lipset fragt, wer unter welchen Bedingungen demokratisch wählt und bleibt. Arbeiter wählen links, aber nicht überall gleich; Faschismus und Kommunismus finden ihre Träger in Klassen, die die Moderne verliert oder noch nicht gewonnen hat; die amerikanische Ausnahme – schwacher Sozialismus, starke Verfassung – wird soziologisch, nicht heilsgeschichtlich erklärt. Gegen die reine Ideenlehre setzt er Zahlen, Parteien, den Vergleich der Atlantischen Welt. Demokratie ist bei ihm ein Konflikt, der gezähmt ist, weil Gewinne und Verluste nicht alles sind.
Gegen Mills’ Machtelite setzt Lipset die Behauptung, dass Pluralismus und Wohlstand Eliten zähmen, ohne sie zu streichen. Gegen Parsons setzt er den Konflikt als Normalfall, nicht als Störung. Bell wird nachindustriell diagnostizieren; Lipset bleibt beim politischen Menschen, der wählt, weil Klasse, Religion, Region ihn binden. Das Buch ist vergleichend, amerikanisch zuversichtlich, dass Demokratie sich ausbreiten lässt, wo die Lagen reifen. Die späteren Enttäuschungen – autoritäre Moderne, Wohlstand ohne Freiheit – haben die Zuversicht beschädigt und die Frage nicht erledigt.
Die Kritik hat Lipset Ökonomismus vorgeworfen, ein zu glattes Band von Wohlstand und Freiheit, die amerikanische Ausnahme als Maß. Wer nur die These kennt, hat die Kapitel über die Arbeiter, über den McCarthyismus, über die Intellektuellen nicht gelesen. Wer nur Amerika sucht, unterschlägt den Vergleich, der Europa und die Siedlergesellschaften einbezieht. Das Buch bleibt der Klassiker der politischen Soziologie, den man widerlegt, indem man ihn zitiert.
Einordnung
Lipset hat der amerikanischen Soziologie die Demokratie als soziale Lage hinterlassen. Neben Mills, Bell und Parsons steht dieser Band als die Behauptung, dass Politik Klassen hat, ohne Marx zu sein. Die Wirkung liegt in der Politikwissenschaft, in der Modernisierungsdebatte, in jeder Rede von Stabilität. Wer nach 1960 Demokratie sagt und Wohlstand meint, spricht Lipset, auch gegen ihn. Die Lagen haben sich verschoben; die Frage nach den sozialen Grundlagen ist geblieben.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
