Poetik der Komposition
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Poetik der Komposition |
| Autor(en): | Boris A. Uspenskij |
| Originaltitel: | Poetika kompozicii |
| Originalsprache: | russisch |
| Erstveröffentlichung: | 1970 |
| Schlagwörter: | Perspektive, Komposition, Erzähler, Punkt |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Literaturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | stw |
| Umfang dieser Ausgabe: | 220 Seiten |
| ISBN: | 9783518106747 |
| Verweise | |
Poetik der Komposition (russisch Poetika kompozicii) ist das 1970 erschienene Werk von Boris A. Uspenskij über den Punkt, von dem aus erzählt, gemalt, gesehen wird. Komposition ist die Organisation von Standpunkten, nicht die Anordnung von Stoffen allein. Das Buch ist Tartu an der Perspektive, neben Lotmans Textstruktur, und greift in die Kunstgeschichte aus.
Inhalt
Uspenskij unterscheidet ideologische, phraseologische, räumlich-zeitliche und psychologische Standpunkte und zeigt, wie Texte und Ikonen sie schichten. Der Erzähler kann einer Figur nah sein und ideologisch fern; die Ikone zeigt gleichzeitig, was der westliche Fluchtpunkt nacheinander zeigt. Wer nur Plot kennt, unterschlägt, wer sieht. Die Analyse bleibt formal, vergleichend, an Gogol, Tolstoj, der russischen Ikone.
Das Werk verbindet Literatur- und Bildwissenschaft, ohne sie zu vermischen. Lotman denkt das Werk als System; Uspenskij denkt es als Gefüge von Blicken. Die Moskauer-Tartuer Thesen tragen beide Namen. Die Kritik nannte die Typen zu säuberlich, die Ikonenanalogie kühn. Geblieben ist das Vokabular der Perspektive, das Seminare seither an Erzählern erproben.
Die deutsche Ausgabe hat Uspenskij neben Lotman gestellt und oft als den Kompositionsanalytiker kanonisiert. Wer Tartu nur als Semiosphäre kennt, unterschlägt 1970. Wer nur die Ikone kennt, unterschlägt Gogol.
Einordnung
Uspenskij hat der Tartuer Schule die Komposition gegeben. Neben Lotmans Struktur und Propps Funktionen steht die Perspektive als drittes Organon. Genette hat verwandte Stimmen anders geschnitten; dieser Band bleibt der russische. Wer nach 1970 über Erzählerstandpunkte spricht, ohne Schichtung, spricht hinter Uspenskij.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
