Operation Rainbow

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Operation Rainbow
Autor(en): Tom Clancy
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Heyne
Serie:
Erscheinungsjahr: 1998
Seitenanzahl: 1024 Seiten
Originaltitel: Rainbow Six
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3453436806
ISBN-13/

EAN-Code:

9783453436800
Schlagwörter: Terror, Einheit, Seuche, Konzern
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Operation Rainbow ist der 1998 erschienene Roman von Tom Clancy, im Original Rainbow Six. Der ehemalige Marine John Clark stellt in Hereford eine geheime, multinational zusammengesetzte Einheit gegen Terroranschläge auf; der Gegner ist am Ende kein Staat, sondern ein Konzern, der die Menschheit mit einer Seuche ausdünnen will, um die Erde zu retten. Clancy hat den technischen Spannungsroman auf die Größe eines Handbuches gebracht: Waffen, Verfahren, Dienstwege, dann die Moral in der letzten Tür. Das Buch gehört in die Reihe um Jack Ryan, steht aber Clark und Domingo „Ding“ Chavez näher als dem Präsidenten. Es ist eines der kältesten seiner späten Werke: Die Rettung der Welt sieht hier aus wie ein Zugriff.

Inhalt

John Clark, einst Kelly, baut Rainbow auf, eine Truppe aus Spezialeinheiten mehrerer Staaten, mit Domingo Chavez als Gruppenführer, Analytikern, Ärzten, einem Standort in England. Die ersten Einsätze wirken wie die übliche Abfolge von Geiselnahmen: eine Bank in der Schweiz, ein Park in Spanien, weitere Anschläge in Europa, präzise, blutig, im Fernsehen. Rainbow siegt jeweils. Hinter den Tätern steckt Dmitrij Popow, ehemaliger Mann des sowjetischen Geheimdienstes, der Terroristen anwirbt, ohne dass sie den Auftraggeber kennen. Der Auftraggeber ist John Brightling, Chef des Biotechnikkonzerns Horizon, Umweltstifter und Gastgeber einer Elite, die sich für die letzten Menschen hält.

Brightlings Plan hat zwei Stufen. Zuerst soll Chaos die Staaten binden. Dann soll bei den Olympischen Spielen in Sydney das Virus Shiva ausgebracht werden, eine veränderte Form des Ebolafiebers, tödlich und schnell; Horizon besitzt das Gegenmittel für die eigenen Leute. Die Überlebenden sollen in einer Anlage im brasilianischen Regenwald die Erde neu bevölkern, ohne Städte, ohne Industrie, ohne die Masse. Popow begreift zu spät, wen er bedient. Rainbow, anfangs auf klassische Kommandotrupps geeicht, stößt auf eine Ideologie, die den Zugriff nicht als Verbrechen denkt, sondern als Heilung. Clark und Chavez müssen von der Geiselbefreiung zur Jagd auf ein Labor umstellen.

Der Schluss ist ein Sturm auf die Anlage im Wald. Rainbow nimmt die Festung, verhindert die Ausbringung, stellt Brightling und die Seinen. Clancy schildert den Zugriff mit der Gewohnheit, mit der er U-Boote geschildert hat: Winkel, Munition, Funk. Die ökologische Rhetorik Brightlings wird nicht widerlegt, indem man die Erde für unzerstörbar erklärt, sondern indem man das Recht bestreitet, Menschen als Infektion zu behandeln. Chavez, der in der Reihe aufsteigt, trägt die nächste Generation; Clark bleibt der Mann, der tut, was Staaten nicht öffentlich tun wollen. Der Roman ist lang, weil er den Apparat liebt. Die Moral sitzt trotzdem in einem Satz: Wer die Menschheit opfert, um sie zu retten, hat schon gewählt.

Einordnung

Clancy hat nach dem Ende des Ost-West-Gegensatzes den Feind nach innen und in die Labore verlegt. Rainbow ist die Fantasie einer Weltpolizei ohne Parlament, legitimiert durch den Erfolg. Die Genauigkeit der Waffen und Viren hat dem Buch den Ruf eingetragen, ein Lehrbuch zu sein; Computerspiele unter dem Titel Rainbow Six haben die Marke vom Roman gelöst. Die deutsche Übersetzung erschien bei Heyne, wo Clancy seit Jagd auf Roter Oktober steht. Die angegebene Ausgabe zählt über tausend Seiten; das ist kein Versehen, sondern das Programm.

Die Nachwelt hat den Roman als frühen Text über die Angst vor Seuchen als Waffe und über den Konzern als Souverän gelesen. Clancy starb 2013; die Reihe läuft unter seinem Namen weiter. Wer nach ihm über unsichtbare Einheiten und über das Rettungsversprechen derer, die töten, spricht, spricht hinter diesem Zugriff: hinter Clark in der Tür und hinter Brightling, der die Erde liebt und die Menschen nicht. Die angegebene Ausgabe folgt der Übersetzung aus dem Englischen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.