Omeros

Derek Walcott · 1990 · Versepos


Das Werk
Deutscher Titel: Omeros
Autor(en): Derek Walcott
Originaltitel: Omeros
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1990
Schlagwörter: St. Lucia, Meer, Achille, Kolonie
Sachgebiete: Versepos
Greifbare Ausgabe
Verlag: Hanser


Umfang dieser Ausgabe: 352 Seiten
ISBN: 9783446165120
Verweise


Omeros ist das 1990 erschienene Versepos von Derek Walcott, Hexameter in Terzinen-Nähe, St. Lucia als Ilias und Odyssee der Fischer. Achille und Hector streiten um Helen, die in einer Bar arbeitet; Philoctete hat eine Wunde, die nicht heilt; der Erzähler geht nach Europa und Afrika und kehrt zum Meer zurück. Der Nobelpreis von 1992 hat das Buch mitgelesen. Die deutsche Übersetzung von Konrad Klotz erschien bei Hanser. Walcott, 1930 in Castries geboren, 2017 auf St. Lucia gestorben, hat die Antike nicht als Kostüm über die Karibik gestülpt; er hat gezeigt, dass das Meer dieselbe Arbeit ist.

Inhalt

Die Fischer von Gros Islet: Kanoes, der Fang, die Eifersucht, Helen, die zwischen den Männern steht und nicht das Sinnbild Trojas sein will, obwohl der Name sie dazu macht. Achille treibt im Fieber nach Afrika, sucht die Herkunft, findet den Sklavenweg, kehrt. Hector lässt das Boot, fährt Taxi, stirbt. Philoctetes Wunde am Bein ist die Sklaverei, die nicht zu Ende ist, und eine Verletzung, die der Heiler schließt. Dazwischen der Tourismus, der Helen als Postkarte will, und die Plantage, die noch in den Namen sitzt.

Walcott spricht als Ich, als Weißer und Schwarzer der Insel, als Maler, als Mann, der den Vater sucht. Die Verse tragen Ortsnamen, Markennamen, das Kreolische, das ins Englische drängt. Omeros ist Homer und der griechische Fischer, den der Erzähler trifft. Die große Form ist nicht parodistisch. Sie ist der Anspruch, dass St. Lucia dieselbe Würde der Klage hat wie Ilion.

Wer nur die Homerspiegelung sucht, unterschlägt die Wunde. Wer nur die postkoloniale These sucht, unterschlägt Helen, die dienen muss. Das Epos endet mit dem Meer, das bleibt, wenn die Namen wechseln. Walcott hat die Karibik in die Gattung geschrieben, die Europa für sich behalten hatte.

Einordnung

Neben Heines Deutschland. Ein Wintermärchen und Martinsons Aniara steht Omeros als das karibische Versepos, das die Antike nicht zitiert, um sich zu adeln, sondern um die Fischer zu messen. Wer nach 1990 über St. Lucia, Homer und die Wunde der Plantage spricht, spricht hinter Achille. Der Nobelpreis hat den Lyriker geehrt; dieses Buch ist die lange Form derselben Stimme.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.