Oblomow
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Oblomow |
| Autor(en): | Iwan Gontscharow |
| Originaltitel: | Обломов |
| Originalsprache: | russisch |
| Erstveröffentlichung: | 1859 |
| Schlagwörter: | Trägheit, Sofa, Russland, Freundschaft |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 838 Seiten |
| ISBN: | 9783423142793 |
| Verweise | |
Oblomow ist der 1859 erschienene Roman von Iwan Gontscharow, im Original Обломов. Ein adliger Russe liegt auf dem Sofa und steht nur auf, um wieder zu liegen; daraus hat Gontscharow die Diagnose eines Landes gemacht. Der Name wurde zum Gattungsbegriff: Oblomowerei meint die Trägheit, die sich als Tiefe kleidet. Das Buch ist lang, komisch und unerbittlich, wo es den Freund und die Geliebte an diesem Sofa scheitern lässt. Es steht zwischen Gogols Beamtenwelt und Tolstois Gutshöfen, näher am Hausrock als am Schlachtfeld. Dobroljubow hat es sogleich als gesellschaftlichen Fall gelesen.
Inhalt
Ilja Iljitsch Oblomow wohnt in Petersburg, Mitte dreißig, mit dem Diener Sachar, der schimpft und bleibt. Briefe der Gutverwaltung, Mahnungen, Einladungen: Oblomow liest sie im Bett und fasst Beschlüsse, die das Mittagessen nicht überdauern. Freunde kommen, reden von Karriere und Reisen; er nickt und dreht sich zur Wand. Der deutsche Russe Andrei Stolz, seit der Kindheit sein Gegenbild, reißt ihn zeitweise hoch: Arbeit, Bewegung, ein Plan für das Gut Oblomowka. Stolz liebt ihn, ohne die Trägheit zu teilen. In einem langen Traum kehrt Oblomow in die Kindheit auf dem Hof zurück: Honig, Mittagsschlaf, eine Welt, in der nichts geschehen muss. Das ist die Wurzel, nicht die Ausrede.
Stolz stellt ihm Olga Iljinskaja vor. Olga singt, fordert, verliebt sich in den Mann, den sie erwecken will. Oblomow steht auf, macht Besuche, denkt an Heirat und erschrickt vor der Lebensform, die das wäre. Er zieht sich zu der Witwe Agafja Matwejewna Pschenizyna in die Wyborgsche Seite, wo die Küche still ist und niemand ihn zur Tat drängt. Olga wartet, schreibt, begreift und heiratet später Stolz. Oblomow, der Olga geliebt hat, soweit er lieben kann, sinkt bei Agafja in eine Ehe aus Suppe, Schlaf und stiller Sorge. Sie gebiert ihm einen Sohn. Sachar bleibt der Zeuge des Verfalls.
Stolz findet den Freund wieder, zu spät, um ihn noch einmal zu heben. Oblomow stirbt an einem Schlaganfall, wie sein Vater, auf dem Sofa einer Liebe, die keine Forderung stellte. Stolz und Olga nehmen den Sohn. Sachar, alt und betrunken, erzählt später einem Bettler, was aus dem Herrn geworden ist. Gontscharow verteilt die Gewichte nicht: Stolz’ Tüchtigkeit bleibt ein wenig leer, Oblomows Seele ein wenig echt, Agafjas Güte die einzige, die nicht erziehen wollte. Der Hof Oblomowka, der Traum der Kindheit, hat gewonnen, indem er den Mann verbraucht hat.
Einordnung
Gontscharow hat den überflüssigen Menschen der russischen Erzählung nicht als Duellanten oder Rebellen gezeichnet, sondern als Schläfer. Die Satire auf den Adel ist unübersehbar; daneben steht die Zärtlichkeit für einen, der die moderne Hetze durchschaut und ihr nur das Nichtstun entgegenzusetzen hat. Dobroljubows Aufsatz über die Oblomowerei hat das Buch zur Waffe der Gesellschaftskritik gemacht. Es trägt das, ist aber komischer und trauriger als die Waffe. Neben Turgenew und Dostojewski ist Gontscharow der ruhigere Realist: Er lässt die Zeit im Hausrock vergehen.
Die Bühne und der Film haben Oblomow immer wieder aufs Sofa gelegt, von der russischen Tradition bis zu westdeutschen Fassungen. Der Name ist ins Sprichwort gegangen und hat dabei oft die Zärtlichkeit verloren, die Gontscharow dem Liegenden noch zugesteht. Wer nach Gontscharow über Trägheit spricht, spricht hinter diesem Band: hinter einem Mann, der nicht faul ist wie ein Schurke, sondern unfähig, das Leben zu wollen, das die anderen leben. Das Sofa bleibt das Emblem, der Traum von Oblomowka die Ursache. Die angegebene Ausgabe folgt einer Übersetzung aus dem Russischen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
