Naturrecht und Geschichte
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Naturrecht und Geschichte |
| Autor(en): | Leo Strauss |
| Originaltitel: | Natural Right and History |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1953 |
| Schlagwörter: | Naturrecht, Historismus, Antike, Moderne |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Erscheinungsort: | Natural Right and History |
| Serie: | Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft |
| Umfang dieser Ausgabe: | 335 Seiten |
| ISBN: | 9783518276815 |
| Verweise | |
Naturrecht und Geschichte ist die deutsche Ausgabe der 1953 an der University of Chicago gehaltenen Walgreen-Vorlesungen von Leo Strauss. Der Originaltitel lautet Natural Right and History. Das Buch hat der amerikanischen politischen Theorie eine restaurative Zumutung gegeben: die Moderne hat das Naturrecht historisiert, bis nur noch der Wille bleibt.
Inhalt
Strauss erzählt den Verfall eines Maßstabs. Das klassische Naturrecht – Platon, Aristoteles, das richtige Leben, das die Stadt braucht – wird in der Neuzeit durch ein Recht ersetzt, das der Mensch sich selbst gibt, um sich zu erhalten. Hobbes, Locke, Rousseau, Burke: Stationen einer Bewegung, in der Natur zur Tatsache wird und Recht zur Setzung. Am Ende steht der Historismus, der jede Wahrheit an ihre Epoche bindet und damit die Frage nach dem richtigen Leben für naiv erklärt.
Gegen Webers Wertfreiheit setzt Strauss die Behauptung, dass die Sozialwissenschaft die entscheidenden Fragen nicht ausscheiden kann, ohne sie heimlich zu entscheiden. Gegen den Liberalismus, der Freiheit ohne Wahrheit will, setzt er die Sorge, Freiheit werde dann nur noch Wille. Zurück zu den Alten heißt nicht Kostüm; es heißt, die Texte so zu lesen, als träfen sie uns, und zu prüfen, ob die Moderne ihre eigenen Prämissen aushält. Das Buch ist gelehrt und polemisch, Vorlesung und Kampfschrift.
Eine Schule ist daraus entstanden, deren Schüler in Washington gelesen wurden, oft gröber als der Text. Konservativ ist die Behauptung, dass es Maßstäbe gibt, die keine Epoche erfindet. Wer Strauss nur als Strategen kennt, hat die Platon-Lektüre übersprungen; wer nur Platon rettet, unterschlägt die amerikanische Wirkung, die aus Vorlesungen eine politische Adresse machte. Die deutsche Suhrkamp-Ausgabe hat den Band in die Nachkriegsphilosophie geholt, ohne die Schule zu importieren.
Einordnung
In Konservative Werke des 20. Jahrhunderts steht das Buch als Naturrecht gegen Historismus neben Oakeshotts Pflege der Praxis. Oakeshott misstraut der Theorie, die die Überlieferung belehren will; Strauss misstraut der Überlieferung, die sich nur noch historisch versteht. Aufnahme ist keine Einladung, die Schule für den Text zu nehmen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
