Mind and the World-Order
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Mind and the World-Order |
| Autor(en): | C. I. Lewis
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| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1929 |
| Schlagwörter: | Begriff, Gegebenes, Pragmatismus, Erkenntnis |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Scribner
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| Umfang dieser Ausgabe: | 446 Seiten |
| ISBN: | 9780486265643 |
| Verweise | |
Mind and the World-Order. Outline of a Theory of Knowledge ist das 1929 in New York erschienene Hauptwerk von C. I. Lewis, die strenge erkenntnistheoretische Fassung des amerikanischen Pragmatismus zwischen James und Quine. Lewis unterscheidet das Gegebene der Sinneserfahrung von den Begriffen, mit denen wir es fassen: Die Begriffe sind nicht abgelesen, sondern gewählt, und die Wahl bewährt sich an der Voraussage. Eine deutsche Gesamtübersetzung hat sich nicht durchgesetzt; das Buch wirkt im Original in der analytischen Tradition.
Inhalt
Lewis setzt ein bei einem alten Paar: dem, was uns widerfährt, und dem, was wir daraus machen. Das Gegebene ist unhintergehbar und stumm; ohne Begriffe bleibt es kein Gegenstand. Begriffe sind pragmatische Instrumente, a priori in dem Sinn, dass sie der Erfahrung vorausgehen, aber nicht ewig: Wir können sie tauschen, wenn sie uns die Welt nicht mehr ordnen. Das A priori ist also nicht Kants feste Form, sondern die jeweils geltende Ordnung, die sich am Erfolg der Handlung misst. Wahrheit von empirischen Urteilen hängt an beiden Polen; keins von beiden allein trägt Erkenntnis.
Der Pragmatismus wird hier zur Kontrolle der Bedeutung. Ein Begriff, der keinen Unterschied in möglichen Erfahrungen macht, ist leer – Peirce’ Maxime, nun als Lehre vom A priori. Lewis rettet damit eine strenge Philosophie der Erkenntnis gegen James’ Weite und gegen den Logischen Empirismus, der das A priori auf Sprachkonventionen verengen wollte, ohne die Handlung. Die Wertungen, die in der Wahl der Begriffe stecken, sind nicht Irrtümer; sie sind die Bedingung, unter der es überhaupt Gegenstände gibt. Wer das Gegebene für schon gegliedert hält, unterschlägt die Arbeit des Geistes; wer den Geist für die Welt hält, unterschlägt das Widerfahrnis.
Das Buch ist hart, schulmäßig, ohne James’ Vorlesungston. Es hat die amerikanische Erkenntnistheorie der Mitte des Jahrhunderts geprägt, oft ohne den Namen Pragmatismus auf dem Titel zu tragen. Quine hat später Gegebenes und analytisches A priori gemeinsam angegriffen; Lewis bleibt der, der beides noch unterscheiden wollte, um den Pragmatismus nicht in den Holismus aufzulösen. Wer nur die zwei Dogmen kennt, hat das Weltordnungsbuch nicht gelesen, gegen das sie auch geschrieben sind.
Einordnung
Lewis hat den Pragmatismus akademisch gemacht, bevor Harvard ihn mit Quine naturalisierte. Die analytische Philosophie hat ihn als Vorläufer der Begriffsschemata gelesen, Putnam als Verwandten des internen Realismus, Rorty als noch zu erkenntnistheoretisch. Neben Peirce und James steht er als der Dritte der älteren Generation: weniger öffentlich, genauer in der Unterscheidung von Gegebenem und Begriff. Wer den amerikanischen Pragmatismus nur als Nutzlehre oder nur als Ironie kennt, hat die Weltordnung von 1929 ausgelassen – das Buch, in dem Bewährung noch eine Theorie der Erkenntnis ist, nicht schon deren Abschied.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
