Memed mein Falke
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Memed mein Falke |
| Autor(en): | Yaşar Kemal |
| Originaltitel: | İnce Memed |
| Originalsprache: | türkisch |
| Erstveröffentlichung: | 1955 |
| Schlagwörter: | Çukurova, Agha, Räuber, Dorf |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 432 Seiten |
| ISBN: | 9783518398456 |
| Verweise | |
Memed mein Falke ist der 1955 erschienene erste Band der İnce-Memed-Romane von Yaşar Kemal, auf Türkisch. Memed, dünn, aus einem Dorf der Çukurova-Ebene, flieht vor dem Agha Abdi, der die Bauern schindet, nimmt Hatche mit, wird zum Briganten, den das Volk Falke nennt. Das Buch hat Kemal zum Erzähler Anatoliens gemacht, bevor die späteren Bände den Stoff dehnten. Die deutsche Übersetzung von Horst Wilfrid Brands erschien bei Suhrkamp. Kemal, kurdisch-türkisch aus der Ebene, hat den Räuberroman zur Klage gegen die Gutsherrschaft gemacht, ohne ihn zur Parteischrift zu verdünnen.
Inhalt
Memed wächst in Deyirmenoluk unter der Faust Abdis, sieht die Mutter gequält, flieht, kehrt, liebt Hatche, die dem Agha versprochen ist. Die Flucht zu zweit scheitert fast; Hatche kommt ins Gefängnis, Memed in die Berge zu den Freibeutern. Er lernt schießen, nimmt, gibt den Armen, tötet Abdi nicht beim ersten Mal richtig – der Agha überlebt wie das Böse in Märchen. Kemal erzählt in der Breite der mündlichen Sage: Wiederholungen, Preislieder, die Ebene, die Disteln, die Pferde. Die Gendarmerie jagt; das Volk hilft.
Hatche stirbt nach der Geburt. Memed bleibt der Mann, der den Agha schließlich tötet und die Dörfer der Abgaben entlastet, ohne dass daraus ein dauernder Staat der Gerechtigkeit wird. Der erste Band schließt mit dem Ruhm und der Einsamkeit. Die Fortsetzungen haben Memed älter, zweifelnder, politisch verstrickter gemacht; 1955 ist er noch der Falke, den die Kinder rufen. Wer nur das Abenteuer sucht, unterschlägt die Mutter. Wer nur die Agrarreform sucht, unterschlägt Hatche.
Kemal schreibt sinnlich, nicht naiv. Der Agha ist grob und genau; die Bauern sind nicht lauter gut. Die Çukurova, Baumwolle, Hitze, die Straße nach Adana: Das Land ist die Hauptfigur neben Memed. Der Titel »mein Falke« ist Anrede des Volkes und Zärtlichkeit. Der Räuber ist der letzte, den die Ebene hat, wenn das Recht dem Gutsherrn gehört.
Einordnung
Kemal hat der türkischen Literatur das Epos der Ebene gegeben, neben den städtischen Modernen Istanbuls. Vor Orhan Pamuks Kars steht diese Çukurova als die andere Türkei: ländlich, mündlich, heiß. Wer nach 1955 über Aghas, Briganten und anatolische Gerechtigkeit spricht, spricht hinter Memed. Die Verfilmung von Peter Ustinov hat Gesichter geliefert und die Länge der Sage gekürzt. Die späteren Bände gehören dazu; der erste hat den Namen gesetzt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
