Maos Großer Hunger

Frank Dikötter · 2010 · Sachbuch, Geschichte


Das Werk
Deutscher Titel: Maos Großer Hunger
Autor(en): Frank Dikötter
Originaltitel: Mao’s Great Famine
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2010
Schlagwörter: Hunger, Großer Sprung, Archiv, Gewalt
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: Klett-Cotta


Umfang dieser Ausgabe: 598 Seiten
ISBN: 9783608947625
Verweise


Maos Großer Hunger (englisch Mao’s Great Famine) erschien 2010, deutsch 2014. Frank Dikötter zählt die Toten des Großen Sprungs 1958 bis 1962 aus neu geöffneten Archiven: mindestens dreißig Millionen, Gewalt, Verschwendung, die Lüge der Zahlen, Mao als Verantwortlicher, nicht als Getäuschter. Das Buch hat der chinesischen Revolution die Rechnung des Hungers gegeben, gegen Snows Stern und gegen jede Suche, die den Sprung als Irrtum ohne Täter liest.

Inhalt

Dikötter schreibt gegen die Legende vom tragischen Experiment. Die Archive zeigen Befehle, Angst, Kannibalismus, das Stahlfieber, das die Ernte fraß. Gegen Fairbanks Kühle setzt er die Anklage. Gegen Spences Erzählung setzt er die Zahl. Gegen Chang und Halliday, die Mao schon als Vernichter schrieben, setzt er die Quellen des Sprungs, enger und prüfbarer. Ein Mao reicht in diesem Essay – die Worte des Vorsitzenden; Dikötter ist der Historiker des Hungers, nicht der zweite Mao. Wer nur die Zahl sucht, hat die Kapitel über das Dorf nicht gelesen. Wer nur die Anklage sucht, unterschlägt die Archive, ohne die sie Feuilleton wäre.

Die Kritik hat Dikötter Überziehen, ungenaue Hochrechnungen, die Enge auf Mao vorgeworfen. Das trifft Stellen und nicht den Kern: Der Sprung war keine Naturkatastrophe. Lu Xun hatte Tradition als Menschenfressen gelesen; Dikötter liest die Revolution als Hunger, der fressen ließ. Die Worte des Vorsitzenden gehören in die Reihe der verheerenden Wirkung; dieser Band zeigt, wozu Losungen in der Landwirtschaft wurden. Die Grenzen liegen in der Rhetorik der Anklage, die Fairbank für unwissenschaftlich hielte. Die Archive tragen trotzdem.

2010 ist spät für das 20. Jahrhundert und nötig: Die Suche nach der Moderne ohne diesen Hunger ist unvollständig. Das Buch schließt die Reihe, indem es die Gründung an den Toten misst.

Einordnung

Dikötter hat der Rede über China den Großen Hunger als Archiv hinterlassen. Neben Snow, Fairbank, Spence und den Worten Maos steht dieser Band als die Behauptung, dass Revolution sich an Millionen messen lässt. Die Wirkung reicht in die öffentliche Debatte und in den Streit der Sinologie. Wer nach 2010 Mao sagt und Hunger meint, spricht Dikötter. Die Biographie von Chang und Halliday bleibt die andere Anklage; hier steht der Sprung.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.