Love
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Love |
| Autor(en): | Stephen King |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Heyne |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2006 |
| Seitenanzahl: | 752 Seiten |
| Originaltitel: | Lisey's Story |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3453504135 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783453504134 |
| Schlagwörter: | Ehe, Trauer, Erinnerung, Jenseits |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Love ist der 2006 erschienene Roman von Stephen King, im Original Lisey's Story, deutsch im selben Jahr bei Heyne in der Übersetzung von Wulf Bergner. Der deutsche Titel hat aus Liseys Geschichte ein Wort gemacht, das das Buch trägt und gefährdet: Es geht um eine Ehe, nicht um Zärtlichkeit als Schmuck. King hat den Einfall nach seinem Autounfall gehabt, als seine Frau das Arbeitszimmer hätte räumen können, wäre er gestorben. Er hat Love später zu seinen stärksten Büchern gezählt. Es ist kein reines Schreckensbuch; Horror, Märchen und Trauerarbeit gehen ineinander über, ohne dass eine Gattung siegt.
Inhalt
Zwei Jahre nach dem Tod des Schriftstellers Scott Landon räumt dessen Frau Lisey das Arbeitszimmer. Scott war berühmt, verwundet, von einer Kindheit gezeichnet, die Lisey lange weggesteckt hat. In Schubladen, hinter Klebebändern, in der Geheimsprache der Ehe – Brocken, Kosenamen, Warnungen – hinterlässt er ihr eine Spur, die sie nur lesen kann, wenn sie sich erinnert. Die Erinnerung führt nach Boo'ya Moon, einem anderen Ort: tags ein Ufer mit heilendem Wasser, nach Sonnenuntergang das Weideland eines Wesens, das Scott Longboy nennt. Wer nur im Geist hinübergeht, kann in der wirklichen Welt katatonisch liegen bleiben; Liseys Schwester Amanda gerät in diesen Starrezustand. Der Teich heilt, zieht aber auch in die Sucht des Starrens.
Ein Mann namens Dooley, der sich Zack McCool nennt, ein verrückter Verehrer, will Scotts letzte Manuskripte, dringt ins Haus ein und verletzt Lisey. Sie begreift, dass die verdrängte Ehe der Schlüssel zum Überleben ist, nicht ein Nachlass für Archive. Stück für Stück fällt ihr wieder ein, was Scott ihr von seinem Bruder, vom Vater, von der Flucht nach Boo'ya Moon erzählt hat. Sie findet den Weg in die andere Welt, badet die Wunden, holt Amanda zurück. Dooley folgt oder wird gefolgt; Lisey lockt ihn dorthin, wo nachts das Wesen jagt. King erzählt das nicht als Siegparade, sondern als Arbeit einer Witwe, die endlich liest, was der Mann ihr in der gemeinsamen Sprache hinterlegt hat.
Am Ende bleibt Lisey lebendig, Amanda geheilt, Dooley verschwunden in dem Land, das Scott vor ihr entdeckt hat. Sheriff Norris Ridgewick, aus älteren Büchern Kings bekannt, ist auf Hochzeitsreise; die Stadt Castle Rock wirft Schatten, ohne die Mitte zu stellen. Scott ist tot und doch der Verfasser der Spur. King betont im Nachwort, Lisey sei kein Abbild seiner Frau Tabitha. Die Miniserie mit Julianne Moore hat später Gesichter geliefert; der Roman bleibt bei Liseys Stimme, bei den Wortspielen der Ehe und bei der Behauptung, dass Erinnerung ein Ort sein kann, den man betreten muss, wenn das Haus nicht mehr schützt.
Einordnung
King hat mit Love das Thema des wahnsinnigen Verehrers, das er in Misery und in der Novelle vom heimlichen Fenster geführt hat, in eine Ehegeschichte gelegt, deren eigentliches Gegenüber nicht Dooley ist, sondern das Vergessen. Boo'ya Moon steht in der Reihe seiner Durchgänge – Der Talisman, Das Bild –, ist aber an Heilung und Kindheit gebunden, nicht nur an Flucht. Wer den Band als Liebesroman ohne den anderen Ort liest, streicht die Hälfte; wer ihn nur als Jenseitsgeschichte liest, streicht Liseys Witwenschaft. King nannte das Buch 2014 sein bis dahin stärkstes; die Kritik war geteilt zwischen Rührung und der Länge der Koseworte.
Die deutsche Titelwahl Love hält das englische Wort fest, das im Deutschen leichter kitschig klingt als Lisey's Story. Gemeint ist die Arbeit der Bindung, einschließlich der Sprache, die kein Außenstehender spricht. In Kings Werklandschaft, die Gilead, den dunklen Turm und Kingdom Hospital gestreift, bleibt dieser Roman der intimste, auch wo das Wesen am Teich das mythische Böse gibt. Die Heyne-Taschenbuchausgabe folgt Wulf Bergner; die Serie von 2021 hat Bilder nachgetragen, nicht den Satz.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
