Licht und Schatten
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Licht und Schatten |
| Autor(en): | Margaret Bourke-White |
| Originaltitel: | Portrait of Myself |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1963 |
| Schlagwörter: | Fotografie, Industrie, Krieg, Krankheit |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Kunstgeschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Droemer Knaur
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| Umfang dieser Ausgabe: | 350 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Licht und Schatten. Mein Leben und meine Bilder (englisch Portrait of Myself) ist die 1963 bei Simon & Schuster erschienene Autobiographie von Margaret Bourke-White. Die deutsche Übersetzung von Margaretha von Reischach-Scheffel kam 1964 bei Droemer Knaur heraus. Bourke-White erzählt den Weg von der Industriephotographie zur Kriegs- und Reportagefotografin und zuletzt die Parkinson-Erkrankung, die den Apparat gegen den eigenen Körper stellte. Es ist ein Selbstporträt im wörtlichen Sinn: Leben und Bilder in einem Band.
Inhalt
Bourke-White schreibt gegen die Demut, die Frauenleben als Umweg erzählt. Sie kommt von der Technik her: Stahl, Fabriken, die Schönheit der Maschine, die sowjetische Moderne, die sie in den frühen dreißiger Jahren fotografierte, als Industrie noch Verheißung war und nicht nur Ausbeutung. Der Ton ist der einer Frau, die den Auftrag will, nicht die Erlaubnis. Life macht sie zur ersten Fotografin des Magazins; die Titelseite, der Damm, die Montage, später die Armut der Depression: Fortschritt und Elend liegen in derselben Vita, ohne dass Bourke-White sie zur Dialektik zwingt. Sie glaubt an das Bild, das zeigt, was die Rede beschönigt.
Der Zweite Weltkrieg holt sie an die Front, nach Moskau unter Beschuss, auf Schiffe, in die befreiten Lager. Bourke-White fotografierte Buchenwald, und sie erzählt das ohne die spätere Sprache der Erinnerungskultur, näher am Auftrag der Zeugin, die dabeigewesen ist. Gandhi, Korea, die großen Reportagen der Nachkriegszeit: das Buch reiht Schauplätze, aber es reiht sie als Arbeit. Gegen Millers Umweg über das Fotomodell steht hier die Ingenieurin des Bildes, die von Anfang an hinter der Kamera war. Die Konkurrenz der Männerredaktionen kommt vor, ohne zur einzigen These zu werden. Bourke-White will nicht als Ausnahme bedauert, sie will als Fotografin gelesen werden.
Unsicher wird das Buch, wo der Fortschrittsglaube die Gewalt der Erschließung mildert und wo die Ich-Erzählerin sich als unzerstörbar inszeniert, bis die Krankheit das widerlegt. Parkinson, die Operationen, das Verstummen der Stimme, das Haus in Connecticut, in dem sie die Autobiographie zu Ende schrieb: das letzte Drittel ist kein Nachspiel. Es ist die Probe, ob Zeugenschaft den Körper überlebt. Kritik hat den Heroismus genannt und die geringe Geduld mit Zweifeln am Medium. Die Stärke bleibt dieselbe: ein Leben, das technischen Optimismus und journalistisches Dabeisein zusammenhält, bis beides bricht. Wer nur Stahlwerke will, hat die Lager nicht gesehen. Wer nur die Krankheit will, unterschlägt, dass dieselbe Frau zuvor die Moderne als Form gefeiert hatte.
Einordnung
1963 ist das Buch das amerikanische Selbstzeugnis der Fotoreporterin, die Industrie, Krieg und das Gesicht Gandhis in eine Vita zwingt. Es steht neben den Männererinnerungen der Magnum-Generation, ohne deren Poker- und Whiskeyton, und neben einer Frauengeschichte der Fotografie, die Bourke-White oft als Pionierin verbucht und selten als Stilistin der Macht liest. In Gegenbilder ist es die Autobiographie des Fortschrittsglaubens. Nachbarschaft hat es zu Penroses Miller-Buch, das denselben Krieg von der anderen Biographie her erzählt, und zu Sontags Über Fotografie, die genau den Glauben an die unschuldige Zeugenschaft belastet. Wer nach Bourke-White über Life spricht, als wäre das Magazin nur Bildermarkt gewesen, hat die Frau nicht gelesen, die seine Form mitgebaut hat.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Gegenbilder (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.