Lautlos

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Lautlos
Autor(en): Frank Schätzing
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Goldmann
Serie:
Erscheinungsjahr: 2000
Seitenanzahl: 704 Seiten
Originaltitel: Lautlos
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3442459222
ISBN-13/

EAN-Code:

9783442459223
Schlagwörter: Attentat, Köln, Laser, Gipfel
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Lautlos ist der 2000 bei Emons erschienene politische Spannungsroman von Frank Schätzing, vier Jahre vor Der Schwarm. Ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten während des Kölner Gipfels von 1999 soll mit einem Laser geschehen, den niemand hört. Schätzing hat seine Heimatstadt, den Flughafen Köln/Bonn und den Kosovo-Krieg zum Gerüst eines Buches gemacht, das Technik, Geheimdienste und einen betrunkenen Physiker in denselben Satz zwingt. Der Titel meint die Waffe: Licht statt Knall. Eine geplante Verfilmung kam nicht zustande; bekannt geworden ist Schätzing danach mit dem Meer, nicht mit dem Laser.

Inhalt

Der Physiker und Bestsellerautor Liam O’Connor, exzentrisch und dem Whisky zugetan, soll von der Lektorin Kirsten-Katharina Wagner, genannt Kika, und dem Lektor Franz Kuhn durch einen Auftritt in Köln gesteuert werden. Am Flughafen erkennt Liam seinen alten Kommilitonen Patrick Clohessy, einst der Irischen Republikanischen Armee nahe, der unter falschem Namen als Techniker arbeitet. Liam glaubt ihm die Geschichte vom Neuanfang nicht. Parallel heuert ein Auftraggeber den Killer Mirko an, der die Top-Attentäterin Jana hinzuzieht. Ziel und Zeitpunkt bleiben lange im Dunkeln; als Versuchsobjekt töten sie einen Obdachlosen mit einem YAG-Laser. Kika verliebt sich in Liam, Clohessys Tarnung bröckelt, Jana und Mirko bringen Clohessy um.

Kuhn betritt die offene Wohnung, wird von Mirko gefasst, kann noch eine Kurznachricht senden, die Kika erst am Morgen erreicht. Liam und Kika gehen zur Flughafenpolizei; der Techniker Gruschkow folgt ihnen und warnt Jana. Die heiße Phase beginnt: Jana erscheint als österreichische Journalistin auf dem Empfang für Präsident Clinton. Ein System aus Kamera, getarnten Spiegeln und einem Laser in einer Spedition soll den tödlichen Impuls an die richtige Stelle lenken. Liam rekonstruiert den Plan, Verräter unter den Flughafenleuten fliegen auf, im letzten Augenblick zerschießt ein Scharfschütze den entscheidenden Spiegel. Jana drückt aus, trifft nichts, bleibt ruhig, kommt durch die Kontrolle.

Vor der Spedition trifft sie auf Liam, Kika und den Präsidentenberater Aaron Silberman, nimmt sie als Geiseln. Innen wartet der Flughafenmitarbeiter Mahder auf Geld und bekommt einen Kopfschuss. Der amerikanische Personenschutz stürmt unter dem Befehl eines Drake, der sich als Mirko entpuppt: eine Verschwörung im Dienst selbst, die Präsident und Mitwisser beseitigen will. Im Chaos sterben Agenten und Gruschkow. Die Überlebenden, Attentäter und Geiseln, ziehen an einem Strang, um Mirko zu überleben. Kikas Schuss mit dem Laser misslingt, die totgestellte Jana erschießt Mirko. Kuhn stirbt an den Verletzungen, die Gruschkow ihm beigebracht hat. Das Attentat bleibt geheim. Der Auftraggeber, den der Anfang in jugoslawische Berge zu setzen schien, sitzt in Tennessee: kein Serbe, ein amerikanischer Nationalist.

Einordnung

Schätzing hat vor dem Durchbruch mit Der Schwarm einen Kölner Roman geschrieben, der die große Politik an den Flughafen bindet und die Waffe aus dem Labor holt. Der Anhang erklärt Kosovo, Terror, Laser und Whisky; das Lehrstück sitzt wie später die Meeresbiologie, nur enger am Gipfeljahr 1999. Die Lautlosigkeit ist Programm und Ironie: Der Knall bleibt aus, die Toten gibt es trotzdem, und die Öffentlichkeit erfährt nichts. Das Buch ist länger und redseliger, als der Stoff zwingt; Schätzing liebt die Erklärung. Gerade deshalb trägt Liam, der Trinker und Rechner, die Spannung: Er sieht die Spiegel, bevor die Behörde sie sieht.

Gegenüber dem Schwarm, in dem das Meer zurückschlägt, bleiben die Feinde hier Menschen mit Aufträgen, Pässen, Decknamen. Die Wendung, dass der Auftrag aus Amerika kommt, nimmt dem Kosovo-Rahmen die einfache Front. Wer Schätzing erst ab 2004 kennt, findet in Lautlos das Handwerk: Köln als Bühne, Fachwissen als Motor, ein Held, der nicht nüchtern ist und trotzdem der Klügste im Raum. Die Goldmann-Taschenbuchausgabe hat den Emons-Titel ins bundesweite Programm geholt. Der Laser trifft nicht; das Geheimnis hält. Genau das ist die Pointe eines Buchs, das Lautlosigkeit als Politik erzählt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.