Autor:Kim de l’Horizon

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Kim de l’Horizon (1992–), in Ostermundigen bei Bern geboren, hat mit dem Debüt Blutbuch eine Sprache gesucht, in der Herkunft und Körper vorkommen, ohne dass eines das andere löscht. 2022 erhielt das Buch den Deutschen Buchpreis und den Schweizer Buchpreis; aus dem literarischen Experiment wurde eine öffentliche Debatte über Geschlecht.

Leben

Aufgewachsen bei Bern, Studium in Biel und Leipzig, Theater, dann der Roman an die Großmutter und an den eigenen, nichtbinären Körper. Der Umweg ist diese doppelte Adresse: das Dorf der Herkunft, das ein klares Geschlecht verlangt, und die Stadt, in der das Ich eine Form sucht, die nicht löscht. Kim de l’Horizon lebt als öffentliche Figur des einen Buches; die Preisverleihung selbst wurde zum Streit.

Wirkung

Gewirkt hat Blutbuch als Ereignis mindestens so stark wie als Erzählung. Neben Saša Stanišićs Herkunft steht es als die zweite Ich-Erzählung dieses Jahrzehnts: dort die Flucht, hier der Körper – beide gegen die Zumutung, eine Herkunft sei etwas, das andere festlegen. Die Sprache mischt Hochdeutsch, Dialekt, Theorie; sie weigert sich, glatt zu werden.

Der Preis hat Bewunderung und Abwehr gebündelt, oft ohne das Buch. Wer nur den Skandal behält, verfehlt die Großmutter als Gegenüber und die Genauigkeit, mit der Familie Blut ist: Linie, Zwang, Zärtlichkeit. Ob ein Debüt diesen Lärm trägt, wird die weitere Prosa entscheiden. Hier zählt, dass der Roman die Frage nach dem Geschlecht nicht als Schmuck führt, sondern als Bedingung des Erzählens.

Werke

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.