Kapital und Ideologie
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Kapital und Ideologie |
| Autor(en): | Thomas Piketty |
| Originaltitel: | Capital et idéologie |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 2019 |
| Schlagwörter: | Ungleichheit, Ideologie, Eigentum, Steuer |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | C.H. Beck
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| Umfang dieser Ausgabe: | 1315 Seiten |
| ISBN: | 9783406745768 |
| Verweise | |
Kapital und Ideologie erschien 2019, deutsch 2020 bei C.H. Beck. Thomas Piketty weitet das Kapital im 21. Jahrhundert zur Globalgeschichte der Ungleichheitsordnungen: Sklaverei, Stände, Kolonialismus, Sozialdemokratie, Hyperkapitalismus – nichts davon Natur, alles gerechtfertigt durch Erzählungen, die Eigentum heiligen. Das Buch ist Wirtschaftswissenschaft als Ideengeschichte und als Programm.
Inhalt
Piketty behauptet, jede Ungleichheit brauche eine Ideologie, die sie gerecht erscheinen lässt. Er durchmisst Jahrhunderte und Kontinente, mit Daten, wo sie tragen, mit Vergleichen, wo sie fehlen. Der Kapitalismus sei nicht Schicksal; Märkte seien gemacht. Dagegen stellt er partizipativen Sozialismus: Bildungszugang, Mitbestimmung, progressive Steuern auf Eigentum, die die Erben nicht ewig siegen lassen. Der Ton ist lang, belehrend, zuversichtlich, mit Grafiken, die das Feuilleton schon aus dem ersten Kapital kennt.
Unsicher bleibt die Politik der Umsetzung. Kritik nannte Eurozentrismus trotz Weite, Steuerfantasien, die Länge als Macht. Die Stärke ist die Entnaturalisierung: Eigentum als Satzung. Die Schwäche ist die Gefahr, aus Daten ein Programm zu machen, das Mehrheiten nicht wählen. Wer nur r > g sucht, findet hier die Erzählungen, die r schützen. Wer nur Steuer sucht, findet Sklaverei und Kolonie.
Die Aufnahme war weniger schockartig als 2013, nachhaltiger in der These, dass Ideologie die Kluft trägt. Saito und Slobodian teilen die Gemachtheit der Ordnung, nicht die Steuer.
Einordnung
Nach dem ersten Kapital ist dies der Band, der Ungleichheit als Weltgeschichte der Rechtfertigung schreibt. Wer nach 2019 über Vermögen spricht, ohne nur Neid zu meinen, muss diese Ideologien nennen. Wirtschaftswissenschaft heißt hier: die Zahlen und die Sätze, die sie tragen – und der Vorschlag, beides zu ändern.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
