Kalle Blomquist
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Kalle Blomquist |
| Autor(en): | Astrid Lindgren |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Oetinger |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1946 |
| Seitenanzahl: | 473 Seiten |
| Originaltitel: | Mästerdetektiven Blomkvist |
| Originalsprache: | schwedisch |
| ISBN-10: | 3751206116 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783751206112 |
| Schlagwörter: | Detektiv, Kleinstadt, Freundschaft, Schweden |
| Sachgebiete: | Kinderbuch |
| Rezensionen | |
Kalle Blomquist ist der Sammelname der drei Kinderkriminalromane von Astrid Lindgren, die 1946, 1951 und 1953 in Schweden erschienen, deutsch bei Oetinger in den Übersetzungen von Cäcilie Heinig und Karl Kurt Peters. In der fiktiven Kleinstadt Kleinköping träumt ein Bäckers- und Krämersohn davon, Meisterdetektiv zu sein, und gerät mit seinen Freunden in echte Verbrechen. Lindgren, schon Autorin von Pippi, hat hier den Kriminalroman für Kinder geschrieben, ohne Onkelwunder und ohne Großstadt: Die Polizei heißt Onkel Björk, der Krieg der Rosen ist ein Spiel, und dann liegt eine Leiche im Gebüsch. Die Bände gehören zu den meistgelesenen Kinderkrimis des Nordens.
Inhalt
Kalle Blomquist, dreizehn, liegt unter dem Apfelbaum und erzählt einem erdachten Freund von Fällen, die Sherlock Holmes Ehre machen würden. Mit Anders Bengtsson, dem Ältesten aus ärmlichem Haus, und Eva-Lotta Lisander aus der Bäckerei bildet er die Weiße Rose gegen Benka, Jonte und Sixtus, die Rote Rose; sie streiten um den Großmummrich, einen Stein in Menschengestalt, und sprechen die Räubersprache, in der jeder Mitlaut verdoppelt wird. Im ersten Band kommt Eva-Lottas Onkel Einar zu Besuch, nervös, mit merkwürdigen Gängen. Kalle nimmt seinen Fingerabdruck, beschattet ihn und erkennt den Juwelenräuber, der die Beute vor den Komplizen versteckt. Als die Berufskriminellen in Kleinköping auftauchen, geraten die drei in Gefahr, retten das Diebesgut und liefern die Täter der Polizei.
Ein Jahr später findet Eva-Lotta eine Leiche. Sie hat den Täter gesehen; jemand legt vergiftete Schokolade aus, die Sixtus’ Hund trifft, weil Anders sie verfüttert. Kalle, dem die Lust am Detektivieren vergangen war, weist nach, dass der Mörder die einzige Zeugin beseitigen will. Im verlassenen Herrenhaus treffen die Freunde den Mann; Kalle trägt zur Festnahme bei, ohne dass Lindgren aus dem Mord ein Rätselspiel macht. Der Ernst liegt darin, dass Kleinköping plötzlich nicht mehr nur der Ort des Rosenkriegs ist. Schutzmann Björk nimmt die Kinder ernst, belächelt Kalle aber weiter, bis die Beweise auf dem Tisch liegen.
Im dritten Band beobachten die Weißen Rosen, wie Professor Rasmussen und sein kleiner Sohn Rasmus entführt werden. Eva-Lotta steigt ins Auto der Täter; Kalle und Anders folgen auf dem Moped bis zu einer Insel, wo Industriespione den Gelehrten zur Herausgabe seiner Arbeit zwingen. Eva-Lotta spricht aus der Gefangenschaft in der Räubersprache; die Jungen sichern die Papiere und holen die Polizei, bevor die Bande mit Kind und Vater außer Landes geht. Die drei bleiben, was sie waren: keine Berufsdetektive, sondern Kinder, die sehen, merken und sich nicht einschüchtern lassen. Der Großmummrich wechselt den Besitzer, der Sommer geht weiter.
Einordnung
Lindgren hat den Kinderkrimi auf die Straße der Kleinstadt gelegt, näher bei Emil als bei der Herrenclub-Rätselgeschichte. Kalle ist kein Genie, das die Erwachsenen beschämt; er ist ein Leser, der übt, und ein Freund, der Angst hat. Der Rosenkrieg und die Räubersprache halten die Bücher kindlich, während Juwelen, Gift und Entführung die Grenze zum Erwachsenenverbrechen überschreiten. In der skandinavischen Kinderliteratur stehen die Bände neben Pippi und Michel, nüchterner als beide, weil Kleinköping keine Villa und keinen Hof braucht, nur eine Hauptstraße und einen Polizisten.
Schwedische Filme ab 1947 und die Fassungen der neunziger Jahre haben Malte Forsberg als Kalle festgesetzt; Hörspiele mit Santiago Ziesmer tragen den Ton im Deutschen. Oetinger hält die drei Geschichten in Einzelbänden und als Sammelausgabe. Wer Lindgren nur als heitere Stimme kennt, findet hier den Ernst des Beweises und der Gefahr. Die Kleinstadt behält das letzte Wort: Nach dem Fall geht man nach Hause zum Abendbrot, und der Meisterdetektiv ist wieder ein Junge unter dem Baum.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
