Jonathan Strange & Mr Norrell
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Jonathan Strange & Mr Norrell |
| Autor(en): | Susanna Clarke |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Heyne |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2004 |
| Seitenanzahl: | 1056 Seiten |
| Originaltitel: | Jonathan Strange & Mr Norrell |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3453424743 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783453424746 |
| Schlagwörter: | Magie, England, Napoleon, Elfen |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Jonathan Strange & Mr Norrell ist der Roman von Susanna Clarke, 2004 in London erschienen, ein Debüt von über tausend Seiten, das die Magie nach England zurückbringt, während auf dem Festland Napoleon kämpft. Seit Jahrhunderten gilt Zauberei als ausgestorben, Gegenstand von Vereinen und Fußnoten; dann tritt der zurückgezogene Gilbert Norrell als praktizierender Magier auf, und der jüngere Jonathan Strange folgt. Clarke schreibt im Ton des neunzehnten Jahrhunderts, mit Anmerkungen, die eine ganze Zaubergeschichte erfinden. Das Buch gewann den Hugo Award und den World Fantasy Award, stand Wochen auf amerikanischen Bestsellerlisten und wurde 2015 von der BBC verfilmt.
Inhalt
Norrell lebt auf Hurtfew Abbey in Yorkshire, hortet Bücher und will die englische Magie als seriösen Beruf wiederherstellen. In London erweckt er die verstorbene Verlobte des Politikers Sir Walter Pole, Emma, später Lady Pole, indem er mit einem Elfen handelt, dem Gentleman mit dem Haar wie Löwenzahnflocken. Der Elfe nimmt die Hälfte ihres Lebens: Tagsüber sitzt sie stumm in London, nachts tanzt sie im Feenreich Lost-Hope, unfähig, es zu sagen. Denselben Bann legt der Gentleman auf Poles schwarzen Butler Stephen Black, dem er ein Königtum verspricht und den er als Schmuckstück seiner Feste missbraucht. Der Straßenzauberer Vinculus spricht eine Prophezeiung von zwei Magiern und einem namenlosen Sklaven; Norrell lässt ihn vertreiben, Strange hört sie und wird Magier.
Strange, Landjunker, lernt bei Norrell, zieht mit Arthur Wellesley in den Krieg, bewegt Landschaften, täuscht die Franzosen. Die Freundschaft der ungleichen Männer zerbricht an der Frage, wie weit man gehen darf. Strange sucht den Rabenkönig John Uskglass, den mittelalterlichen Herrn der englischen Magie, und die Elfen; Norrell fürchtet beides, weil sein Handel mit dem Gentleman das Geheimnis ist, das ihn zerstören würde. Strange heiratet Arabella; der Gentleman nimmt auch sie nach Lost-Hope. Strange verfällt der dunklen Magie, um sie zu finden, gilt als wahnsinnig, zieht schwarze Türme auf. Lord Byron taucht am Rande auf, König Georg III. wird geheilt und nicht geheilt. Die Fußnoten erzählen Nebenleben, als wäre England voller vergessener Zauberbücher.
Am Ende wirken Strange und Norrell zusammen, rufen Kräfte, die sie nicht beherrschen. Stephen Black, nicht die Magier, tötet den Gentleman und wird König von Lost-Hope; Lady Pole und Arabella kommen frei. Strange und Norrell bleiben in einer ewigen Finsternis aneinandergebunden, Lehrer und Schüler, die England die Magie zurückgegeben und sich selbst daraus ausgeschlossen haben. Der Rabenkönig bleibt Sage und Gegenwart. Clarke schließt nicht mit dem Sieg der Vernunft, sondern mit einem Land, in dem die Feen wieder Tür und Weg sind. Die Prophezeiung des Vinculus erfüllt sich anders, als die Gelehrten dachten.
Einordnung
Clarke hat den historischen Roman und die Feenerzählung verschränkt: Wellington und Byron stehen neben Elfenrecht, die Napoleonskriege neben Lost-Hope. Die Kritik las Jane Austen mit Zauberei; genauer ist es eine gelehrte Alternativgeschichte, die das britische Weltreich bei seinem Aberglauben behaftet. Die Fußnoten sind nicht Schmuck, sondern zweite Handlung. Anette Grube und Rebekka Göpfert haben den Ton ins Deutsche geholt; Heyne hält die Neuausgabe von 2020.
Wer nach 2004 über englische Magie sprach, sprach hinter diesem Paar: der ängstliche Sammler und der kühne Dilettant. Die Fernsehfassung kürzte und zeigte; das Buch bleibt ein Wälzer, der Geduld verlangt und mit Anmerkungen belohnt. Neben der hohen Fantastik, die Welten neu erfindet, steht hier England selbst, nur dass die Magie nicht wegstarb. Das Debüt hat die Gattung verschoben, ohne Nachahmer leicht zu machen: Zu genau ist der Stil, zu eigen das neunzehnte Jahrhundert, das Clarke nicht nachahmt, sondern bewohnt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
