In den Wohnungen des Todes
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | In den Wohnungen des Todes |
| Autor(en): | Nelly Sachs |
| Originaltitel: | In den Wohnungen des Todes |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1947 |
| Schlagwörter: | Klage, Shoah, Exil, Chor |
| Sachgebiete: | Versepos |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Aufbau
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| Umfang dieser Ausgabe: | 80 Seiten |
| ISBN: | 9783351032683 |
| Verweise | |
In den Wohnungen des Todes ist der erste Gedichtband von Nelly Sachs, 1947 bei Aufbau in Berlin erschienen. Gedichte einer, die in Stockholm überlebte, für die Toten Europas. Ein Zyklus der Klage, kein Anthologieanfang. Die Wohnungen sind die Kammern, die Schornsteine, die Anreden an die Ermordeten, die keine Adresse mehr haben.
Inhalt
Der Band setzt mit Bildern ein, die seither zitiert werden – die Schornsteine, der Sand, die Toten, die tanzen – und hält sie in einer Folge, die Chor und Gebet ist, nicht Reportage. Sachs beschreibt die Lager nicht; sie baut den Toten Räume aus Versen, biblisch getränkt, ohne Erbauung. Das lyrische Ich ist weniger Person als Stimme, die stellvertretend spricht und sich dessen schämt und es trotzdem tut.
Die Komposition geht von der Vernichtung zur Anrede, von der Anrede zu einer Hoffnung, die nicht Versöhnung ist. Es ist kein Epos mit Handlung; es ist ein Buch, das zusammengehört, weil dieselbe Klage die Gedichte bindet. Aufbau druckte in der Sowjetzone ein Werk, das nach ganz Deutschland gehörte. Wer einzelne Metaphern kennt, hat noch nicht den Zyklus, in dem die Wohnungen des Titels der durchgehaltene Ort sind.
Gegen die Trümmerlyrik der Jahre steht hier die Shoah als Grund, nicht die zerstörte Stadt als Motiv. Sachs schreibt Deutsch aus dem schwedischen Exil, für Tote, die Deutsch sprachen und nicht mehr sprechen. Die späteren Bände haben den Ton verfeinert; der Erstling bleibt das Buch der ersten öffentlichen Klage auf Deutsch nach 1945, das nicht von einem Heimkehrer, sondern von einer Geretteten kommt.
Einordnung
Sachs hat 1947 der deutschen Sprache eine Totenklage gegeben, bevor Celans Mohn und Gedächtnis die Fuge setzte. Aufbau bleibt der Erstverlag; später Suhrkamp die Gesammelten. Der Nobelpreis von 1966 hat sie zur Institution der Klage gemacht, oft auf wenige Bilder festgelegt. Wer nur die Schornsteine will, hat den Band nicht als Komposition gelesen. Neben Celan die weichere Stimme, nicht die weichere Sache. Nach In den Wohnungen des Todes ist deutsche Nachkriegslyrik auch dieses Sprechen aus Stockholm – und die Pflicht, die Toten nicht noch einmal in Schmuckverse zu enteignen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
