Imperium der Schmerzen
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Imperium der Schmerzen |
| Autor(en): | Patrick Radden Keefe |
| Originaltitel: | Empire of Pain: The Secret History of the Sackler Dynasty |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2021 |
| Schlagwörter: | Pharma, Familie, Schmerz, Mäzenatentum |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Zeitdiagnose |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | hanserblau
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| Umfang dieser Ausgabe: | 640 Seiten |
| ISBN: | 9783446273924 |
| Verweise | |
Imperium der Schmerzen. Wie eine Familiendynastie die weltweite Opioidkrise auslöste (englisch Empire of Pain) ist das 2021 erschienene Buch von Patrick Radden Keefe, deutsch 2022 bei hanserblau. Es erzählt die Familie Sackler als Dynastie, deren Vermögen mit Valium begann und mit OxyContin eine Epidemie finanzierte, während Museen den Namen als Wohltat trugen.
Inhalt
Keefe beginnt bei Arthur Sackler, dem Arzt und Werber, der in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gelernt hat, dass ein Medikament eine Kampagne braucht: Ärzte als Zielgruppe, die Zeitschrift, die den Schein der Wissenschaft trägt, Valium als Frieden für die nervöse Moderne. Die Brüder Mortimer und Raymond erben die Methode und die Firma Purdue; 1996 kommt OxyContin auf den Markt, ein Oxycodon mit verzögerter Freisetzung, das als weniger süchtig machend verkauft wird, weil die Freisetzung langsam sei. Vertreter lernen, dass weniger als ein Prozent der Patienten abhängig werde – eine Zahl, die Keefe als Behauptung rekonstruiert, nicht als Befund. Richard Sackler, die nächste Generation, treibt den Vertrieb, während die Toten in den Landkreisen schon zählen, die Purdue als Markt begreift.
Das Buch ist Familiensaga und Aktenlese. Es zeigt, wie Vermögen aus der Firma in private Stiftungen und Trusts wandert, bevor die Klagen die Firma treffen; wie Museen, Universitäten und der Louvre den Namen Sackler über Flügel schreiben, während in Ohio die Bestatter die Überdosen nicht mehr als Einzelfall verbuchen; wie Anwälte, Gutachter und eine Rhetorik der persönlichen Verantwortung – der Patient, der missbraucht, nicht die Tablette, die süchtig macht – die Dynastie schützen. Keefe hat für den New Yorker vorgearbeitet; das Buch hält Stammbaum, Prozesse und die Innenwelt einer Familie zusammen, die Philanthropie für denselben Beruf hält wie den Vertrieb. Die Pointe ist nicht, dass Reiche sich irren. Die Pointe ist, dass Schmerz hier eine Ware ist und Kultur der Lack, der die Ware unsichtbar macht.
Der Baillie-Gifford-Preis 2021 hat den Band belohnt; Umbenennungen, Vergleiche, die öffentliche Scham der Häuser, die das Geld genommen hatten, sind Folgen, die sich zeigen lassen. Purdue ging in die Insolvenz, das Privatvermögen blieb länger geschützt, als die Toten es erlaubten. Kritik hat Keefe für zu erzählerisch, die Familie für zu sehr als einziges Zentrum der Epidemie, die Rolle der Generika und der Ärzte für zu knapp gehalten. Das Buch behauptet nicht, die Sacklers hätten den Schmerz erfunden. Es behauptet, dass ohne ihre Kampagne die Tablette nicht so geworden wäre, wie sie wurde. Wer nur die Opioidkrise als Schicksal nimmt, hat die Werbung nicht gesehen. Wer nur den Skandal will, unterschlägt die Jahrzehnte, in denen der Name als Kultur galt.
Einordnung
Gegen Desmonds Mietmarkt, der Armut verwertet, setzt Keefe die Schmerztablette, die denselben Markt im Körper eröffnet. In den einflussreichsten investigativen Sachbüchern ist dies der Band, in dem eine Familie zur Epidemie wird und das Museum den Namen erst abschraubt, als das Buch ihn untragbar gemacht hat. Wer nach 2021 über Pharma und Mäzenatentum spricht, ohne diese Dynastie, spricht hinter diesem Band.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die einflussreichsten investigativen Sachbücher (Wirkungsgeschichte)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
