Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen
Autor(en): Joanne Greenberg
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Rowohlt
Serie:
Erscheinungsjahr: 1964
Seitenanzahl: 288 Seiten
Originaltitel: I Never Promised You a Rose Garden
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3499227762
ISBN-13/

EAN-Code:

9783499227769
Schlagwörter: Anstalt, Heilung, Wirklichkeit, Jugend
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen ist der Roman von Joanne Greenberg, 1964 in New York unter dem Namen Hannah Green erschienen, Untertitel im Deutschen: Bericht einer Heilung. Die sechzehnjährige Deborah Blau lebt in der erfundenen Welt Yr, bis eine Anstalt und die Ärztin Dr. Fried sie zur Wirklichkeit zurückholen, die keine Gerechtigkeit verspricht. Greenberg war selbst als Jugendliche in Chestnut Lodge bei Frieda Fromm-Reichmann; der Roman ist keine Studie, sondern, wie die Autorin sagte, eine Hymne an die Realität. Er wurde in den Vereinigten Staaten zum Millionenerfolg und 1977 verfilmt. Der Titel ist ein geflügeltes Wort geworden, oft ohne das Buch.

Inhalt

Deborah hört Götter und einen Chor, sieht schlecht, spricht Yri. Nach einem Selbsttötungsversuch bringen die Eltern Esther und Jakob sie in die Klinik, aus Angst vor Schande und doch in der Hoffnung auf Rettung. Dr. Fried, klein, deutsch akzentuiert, nimmt die Behandlungsstunden trotz vollen Kalenders. Deborah trifft Mitpatientinnen: Carla, die Freundin wird; Miss Coral auf der Gewalttätigenstation, die Latein und Griechisch teilt; Doris Rivera, die als geheilt galt und rückfällig wiederkommt. Selbstverletzung, Kältepackung, Anfälle: Greenberg zeigt die Station, ohne sie zu denunzieren. Die Wesen Yrs – Anterrabae, der ewig Fallende; Lactamaeon; der Zensor zwischen den Welten – reden Deborah ein, sie gehöre nicht zu den Lebenden draußen.

In den Stunden bei Fried, die Yr später Furii, Feuerfinger, nennt, kommen eine frühe, einer Vergewaltigung ähnliche Operation, der Antisemitismus eines Sommerlagers und der Ehrgeiz der Eltern ans Licht. Fried zwingt Deborah nichts auf; sie will ihr die Wahl lassen zwischen Yr und der Welt. Der namensgebende Satz fällt, wenn Deborah Gerechtigkeit verlangt: Die Ärztin habe keinen Rosengarten versprochen und keine vollkommene Gerechtigkeit. Die Eltern verschweigen der Schwester Suzy lange den Grund der Abwesenheit. Deborah lernt, Rückschläge zur Heilung zu rechnen. Sie holt den Schulabschluss nach und trägt die Bücher wie Trophäen.

Am Ende steht die Entscheidung. Anterrabae entpuppt sich als Miltons Satan aus dem Bilderbuch des Großvaters, nicht als eigener Gott. Deborah wendet sich von Yr ab und den „Newtonianern“ zu, den Menschen der messbaren Welt. Die Genesung ist Arbeit, kein Wunder. Greenberg schließt nicht mit der Entlassung als Sieg, sondern mit einer jungen Frau, die die Wirklichkeit gewählt hat, obwohl diese hässlich sein kann. Die Anstalt bleibt voller Stimmen; einige genesen, einige nicht. Das Buch nimmt die Kranken als Personen ernst, auch wo die Medizin sie als Fälle führt.

Einordnung

Fromm-Reichmann galt als Pionierin der intensiven Psychotherapie bei Kranken, die man für unbehandelbar hielt; sie starb 1957, bevor Greenberg den Roman schrieb, und hat den Bericht gelobt. Spätere Psychiatrie hat die Diagnose Schizophrenie an Deborah bezweifelt; der Text ist Literatur, kein Lehrbuch. Die deutsche Rowohlt-Übersetzung von Jürgen und Elisabeth Hilke und Ekkehard und Ursula Pohlmann hat das Buch im Sprachraum festgesetzt. Der Film mit Bibi Andersson als Ärztin machte die Geschichte bekannt und weicher.

Neben Sylvia Plaths Die Glasglocke, die unter dem Glas erstickt, steht hier ein Bericht, der die Heilung für möglich hält, ohne sie zu schönen. Wer nach 1964 über Anstalt und Jugend sprach, hatte Deborahs Yr vor Augen, eine Privatmythologie, die Schutz und Kerker war. Das Buch ist autobiografisch geformt und besteht als Roman: Figuren, Stationen, eine Ärztin, die nicht erlöst, sondern begleitet. Rowohlt hält die 288 Seiten, die man als Trost missverstehen kann, wenn man den Satz vom Rosengarten nicht zu Ende liest.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.