House of God
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | House of God |
| Autor(en): | Samuel Shem |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Knaur |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1978 |
| Seitenanzahl: | 496 Seiten |
| Originaltitel: | The House of God |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3426638819 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783426638811 |
| Schlagwörter: | Krankenhaus, Assistenzarzt, Zynismus, Ausbildung |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
House of God ist ein Roman von Samuel Shem, Pseudonym des Psychiaters Stephen Bergman, 1978 auf Englisch erschienen, deutsch bei Knaur. Roy Basch tritt nach dem Studium an der Best Medical School sein erstes Klinikjahr im Hospital House of God an und lernt, dass Heilen und Dienstplan einander ausschließen. Shem hat die Harvard Medical School und das Beth Israel Hospital in Boston kaum verhüllt; das Mans Best Hospital meint das Massachusetts General. Der zynische Ton, die Regeln des Hauses und die Sexualität der Nachtdienste haben das Buch unter Ärzten zum Kult gemacht und in den achtziger Jahren Debatten über die amerikanische Ausbildung mitangestoßen.
Inhalt
Basch ist auf die Dienste und die plötzliche Verantwortung nicht vorbereitet; die älteren Ärzte helfen kaum. Ein Jahrgangskollege tötet sich. Überleben stiften die Freundin Berry, wechselnde Verhältnisse mit Schwestern und vor allem der Assistenzarzt, der nur Der Dicke heißt. Er füttert die Neuen mit den Regeln des House of God: Gomer sterben nicht und gehen zu Boden – Gomer, get out of my emergency room, Menschen, oft alt, denen abhandengekommen ist, was einen Menschen ausmacht. Bei Herzstillstand zuerst den eigenen Puls fühlen; der Patient ist der Kranke; zuerst an Verlegung denken. Es gibt keine Körperhöhle, die eine starke Kanüle nicht erreicht.
Weitere Sätze: Alter plus Harnstoff ergibt die Entwässerungsdosis; sie können dich immer noch mehr quälen; die einzige gute Aufnahme ist eine tote. Wer nicht misst, findet kein Fieber, und die beste Betreuung besteht darin, so wenig wie möglich zu tun, davon aber reichlich. Basch lernt die Sprache, die das Elend erträglich und den Patienten zur Last macht. Der Dicke ist Mentor und Verführer in denselben Sprüchen. Das Jahr endet damit, dass der Psychiater Dr. Cohen fast den ganzen Jahrgang in die Psychiatrie zieht – den Ausweg, den Shem in der Fortsetzung Mount Misery ausgeschrieben hat. Die Regeln klingen wie Witze und funktionieren als Befehl.
Der Roman ist übertrieben und für viele Mediziner dennoch treu. Zebra heißt die unwahrscheinliche Diagnose, wo das Nächstliegende reicht; der Satz von den Hufen und den Pferden wandert durch spätere Arztenserien. Basch beginnt mit dem Wunsch zu helfen und endet mit der Kenntnis der Schattenseite. Die Komik ist hart, die Körper der Alten sind der Alltag, nicht die Ausnahme. Shem hat das Lehrkrankenhaus als Mühle erzählt, die Ideale zermahlt und Jargon auswirft.
Einordnung
John Updike hat eine amerikanische Ausgabe eingeleitet; die Süddeutsche Zeitung sprach von der Demontage des ärztlichen Mythos. Eine Verfilmung von 1984 blieb blass gegen den Text. Fernsehserien wie Scrubs und Grey’s Anatomy haben Mentor, Gomer und Zebras übernommen, oft weicher. In den USA gilt der Band als einer der Gründe, warum Arbeitszeiten und Hierarchien der Assistenzjahre öffentlich wurden. Die Regeln sind Zynismus als Schutz und als Schuld. Shem hat später das Irrenhaus in Mount Misery nachgelegt; das erste Haus bleibt das härtere.
Wer das Buch nur als derben Spaß unter Medizinern liest, überhört die Toten und den Selbstmord im Jahrgang. Wer es als reines Anklageschreiben liest, unterschlägt, dass Basch mitmacht, lacht und schläft. Shem, selbst aus diesem Betrieb, hat keine Reformbroschüre geschrieben, sondern einen Roman, der die Sprache der Station so genau nimmt, dass sie sich selbst verrät. Knaur hält die Übersetzung von Heidrun Adler. Das House of God ist kein Tempel; es ist der Ort, an dem man lernt, den eigenen Puls zuerst zu fühlen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
