High Fidelity
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | High Fidelity |
| Autor(en): | Nick Hornby |
| Originaltitel: | High Fidelity |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1995 |
| Schlagwörter: | Schallplatte, Trennung, London, Rangliste |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 320 Seiten |
| ISBN: | 9783462049930 |
| Verweise | |
High Fidelity ist der 1995 erschienene Roman von Nick Hornby, im Original gleichlautend, deutsch bei Kiepenheuer & Witsch in der Übersetzung von Clara Drechsler und Harald Hellmann. Ein fünfunddreißigjähriger Plattenhändler in London sortiert nach der Trennung sein Leben wie eine Sammlung: nach Seiten, nach Bestenlisten, nach der Frage, welche Lieder welche Frauen begleitet haben. Hornby hat aus der Männerfreundschaft zur Schallplatte keine Feier gemacht, sondern eine Komödie der Ausrede. Der Titel meint die Treue der Wiedergabe und die Untreue des Besitzers. Stephen Frears hat den Stoff 2000 mit John Cusack verfilmt und nach Chicago verlegt.
Inhalt
Rob Fleming führt in Holloway den Laden Championship Vinyl, schlecht laufend, mit den Angestellten Dick, schüchtern, kenntnisreich, und Barry, laut, beleidigend, unersetzlich. Die Freundin Laura hat ihn verlassen; Rob legt die Platten neu an, diesmal autobiographisch, und zählt die fünf schlimmsten Verlassungen seines Lebens auf. Die Ich-Stimme ist witzig, selbstgerecht, verletzt und merkt beides. Er sucht die alten Freundinnen auf – die Schülerin, die später Studierte, die, die ihn wirklich geliebt hat –, nicht um sie zurückzugewinnen, sondern um die Ranglisten zu prüfen. Laura bleibt die Gegenwart: Sie arbeitet bei einer Anwältin, ihr Vater stirbt, Rob erscheint auf der Trauerfeier zu spät und falsch und begreift, dass er kein Zuschauer ihres Lebens ist.
Im Laden geschehen die kleinen Wendungen, die Hornby statt großer Szenen setzt. Dick findet eine Frau über die gemeinsame Liebe zu obskuren Platten. Barry gründet eine Band. Rob legt auf, einmal sogar vor Publikum, und merkt, dass die Auswahl für andere eine Sprache ist, nicht nur ein Urteil über Geschmack. Ein Dieb, ein Konkurrent, die Frage, ob er den Laden verkauft: das Geschäft ist die Metapher, die Hornby nicht auswalzt. Rob schläft mit einer Sängerin, bereut, ruft Laura, wird abgewiesen, bleibt hartnäckig, ohne heldisch zu werden. Die Musik ist immer da – Titel, B-Seiten, die Behauptung, ein Lied habe eine Beziehung erklärt –, und sie erklärt sie doch nicht.
Laura kommt zurück, nicht weil Rob ein besserer Mensch geworden wäre, sondern weil beide denselben Alltag wieder wollen, einschließlich Streit. Rob macht ihr einen Antrag, der unvollkommen ist, und legt auf ihrer Feier auf, diesmal Lieder, die sie hören will, nicht nur die, mit denen er recht hat. Der Roman schließt versöhnlich, ohne zu behaupten, die Ranglisten seien abgeschafft. Dick und Barry bleiben; der Laden bleibt. Hornby hat die Komödie nicht in eine Läuterungspredigt gekippt: Rob weiß am Ende mehr, er ist nicht neu. Die Treue der Wiedergabe, high fidelity, gilt der Platte; den Menschen gegenüber bleibt sie eine Übung.
Einordnung
Hornby hat den britischen Männerroman der neunziger Jahre auf die Ladentheke gestellt: weniger Nachtleben, mehr Katalog. Gegenüber den härteren Zeitgenossen bleibt High Fidelity gesprächig, listenfroh, moralisch bei der Stange, ohne zu predigen. Die Verfilmung hat Chicago, Cusack und die Lieder des Films geliefert, die oft das Buch ersetzt haben; die Serie mit Zoë Kravitz hat das Geschlecht gedreht und den Laden gelassen. Im Deutschen hält KiWi den Titel unübersetzt, was richtig ist: Eine »hohe Treue« klinge nach Eheheft.
Als Debütroman (nach dem Fußballbuch Fever Pitch) hat er Hornby die Leser gebracht, die später About a Boy hielten. Literarisch steht er in der Nachbarschaft der komischen Londoner Stimmen, nicht der Experimente. Wer ihn nur als Plattenbuch liest, hat Laura nicht gesehen; wer ihn nur als Beziehungsroman liest, hat Barry nicht gehört. Die Bestenlisten sind das Verfahren und das Leiden: Sie ordnen, was sich nicht ordnen lässt, und genau darin sind sie wahrer als Robs Reden über sich.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
