Gottes Holzbits
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Gottes Holzbits |
| Autor(en): | Ousmane Sembène |
| Originaltitel: | Les Bouts de bois de Dieu |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1960 |
| Schlagwörter: | Streik, Eisenbahn, Senegal, Mali |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Unionsverlag
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| Umfang dieser Ausgabe: | 368 Seiten |
| ISBN: | 9783293200896 |
| Verweise | |
Gottes Holzbits ist der 1960 erschienene Roman von Ousmane Sembène, im Französischen Les Bouts de bois de Dieu. Entlang der Bahn Dakar–Niger streiken 1947/48 die afrikanischen Eisenbahner gegen die französische Gesellschaft; die Frauen von Thiès und Dakar tragen den Marsch, als die Männer hungern. Der Titel meint die Menschen, die Gott als Holzstücke wirft – und die sich weigern, Stücke zu bleiben. Die deutsche Übersetzung erschien beim Unionsverlag. Sembène, Fischer, Dockarbeiter, später der erste große Filmer des unabhängigen Afrika, hat den Streik als Epos der Vielen geschrieben, nicht als Heldenvita.
Inhalt
In Bamako, Thiès und Dakar beginnen die Arbeiter, den Dienst zu verweigern. Bakayoko, der gebildete Lokführer, ist der Redner, nicht der Heilige. Penda, die Frau mit dem schlechten Ruf, führt den Zug der Frauen nach Dakar, als die Gesellschaft die Familien aushungern will. Die weißen Ingenieure, die afrikanischen Vorarbeiter, die Polizei, der Imam, der zur Ruhe mahnt: Sembène verteilt die Stimmen. Die Bahn ist die Ader der Kolonie; wer sie stilllegt, legt das System still.
Hunger, Verrat, ein Toter, die Verhandlung, die nicht kommt. Die Frauen marschieren, werden geschlagen, kommen an. Ramatoulaye in Dakar nimmt den Widder des Bruders, der mit den Herren hält, und kocht für die Streikenden. Sembène schreibt klar, fast chronikalisch, mit der Wut des Mannes, der die Docks kennt. Der Streik gewinnt nicht alles und gewinnt das, was zählt: die Erfahrung, dass die Vielen zusammen eine Macht sind.
Am Ende fährt die Bahn wieder, unter anderen Bedingungen. Bakayoko bleibt der, der redet und geht. Penda fällt. Die Holzbits haben sich bewegt. Wer nur den Gewerkschaftsroman sucht, unterschlägt die Frauen. Wer nur die Kolonialkritik sucht, unterschlägt die Vorarbeiter, die dasselbe Blut haben und die andere Seite. 1960, Jahr der Unabhängigkeiten, erschien das Buch als Erinnerung an einen Kampf, der vor der Flagge lag.
Einordnung
Sembène hat dem frankophonen Afrika den Streikroman gegeben, der die Unabhängigkeit nicht als Geschenk erzählt. Neben Ahmadou Kouroumas späterer Ironie auf die neuen Herren steht dieser Band als die kollektive Form. Wer nach 1960 über Bahn, Dock und westafrikanische Arbeit spricht, spricht hinter Penda und Bakayoko. Die Filme Sembènes haben denselben Blick; das Buch bleibt das Epos der Schienen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
