Gott und der Staat

Michail Bakunin · 1882 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: Gott und der Staat
Autor(en): Michail Bakunin
Originaltitel: Dieu et l’État
Originalsprache: französisch
Erstveröffentlichung: 1882
Schlagwörter: Anarchie, Gott, Staat, Autorität
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag:
Erscheinungsort: Dieu et l’État
Umfang dieser Ausgabe: 96 Seiten
ISBN:
Verweise


Gott und der Staat (französisch Dieu et l’État) ist das 1882 aus dem Nachlass herausgegebene Fragment Michail Bakunins, geschrieben um 1871. Bakunin setzt die Absage an Gott und die Absage an den Staat in einen Zug: jede himmlische Autorität heiligt eine irdische. Das Heft ist unvollendet und wurde zum Katechismus des anarchistischen Atheismus. Es zählt, weil es die Spaltung gegen Marx theologisch und politisch zugleich begründet.

Inhalt

Bakunin erzählt die Freiheit als Empörung. Der Mensch wird frei, indem er gehorcht nicht. Wissenschaft darf lehren, nicht herrschen; sobald sie Kirche wird, erzeugt sie Priester. Gott ist die erste Herrschaft, der Staat ihre Fortsetzung mit Archiven und Armeen. Die materialistische Wende – der Mensch macht Gott, nicht umgekehrt – dient hier nicht der beruhigten Aufklärung, sondern der Zerstörung jeder Autorität, die sich heilig spricht. Gegen Mazzinis Pflicht zu Gott und Volk setzt Bakunin die Pflicht, beide abzuschütteln.

Der Staat, auch der Volksstaat, auch die Diktatur des Proletariats, reproduziert Herrschaft. Wer die Maschine erobert, wird die Maschine. Darin liegt der Streit mit Marx, ohne dass Marx auf jeder Seite genannt wäre: die Übergangsgewalt, die nicht abstirbt, weil Gewalt sich nicht freiwillig aufhebt. Bakunin will die Zerstörung des Staates als Anfang der Föderation freier Gemeinden. Die Sprache ist der Rede, nicht der Abhandlung: Wiederholung, Pathos, der Satz, der auf Versammlungen sitzen soll.

Unsicher bleibt das Fragmentarische. Herausgeber haben zusammengesetzt, was Bakunin nicht geschlossen hat. Die grobe Entgegensetzung – Wissenschaft gegen Glaube, Freiheit gegen jede Institution – lässt wenig Raum für Recht, das schützt, ohne zu herrschen. Wer nur den Atheisten kennt, hat den Staatstheoretiker nicht gelesen. Wer nur den Gegner Marxens kennt, unterschlägt, dass dasselbe Heft gegen jede Kirche spricht, auch die rote.

Einordnung

Neben Proudhons Eigentum und Kropotkins gegenseitiger Hilfe ist Bakunin die theologische Lunte des Anarchismus. Netschajews Katechismus steht als dunkler Rand daneben: die Zelle, die Bakunin zeitweilig deckte und die die offene Anarchie verleugnet. Wer nach 1872 über die Spaltung der Internationale spricht, spricht hinter diesem Fragment. Die Bookpedia braucht den Titel, weil der Anarchismus sonst nur Ökonomie und nur Zelle hätte, nicht die Absage an Gott und Staat in einem Atem.

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Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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