Geschichte der griechischen Philosophie
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Geschichte der griechischen Philosophie |
| Autor(en): | W. K. C. Guthrie |
| Originaltitel: | A History of Greek Philosophy |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1962 |
| Schlagwörter: | Vorsokratiker, Platon, Aristoteles, Überlieferung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Cambridge University Press
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| Umfang dieser Ausgabe: | 538 Seiten |
| ISBN: | 9780521051590 |
| Verweise | |
Geschichte der griechischen Philosophie (englisch A History of Greek Philosophy) ist das sechsbändige Werk des schottischen Altphilologen W. K. C. Guthrie, das von 1962 bis 1981 bei Cambridge University Press erschien. Es erzählt die griechische Philosophie von den frühen Vorsokratikern und Pythagoreern bis zu Aristoteles. Guthrie, lange in Cambridge, schrieb für Studierende der Alten Sprachen und für Leser, die das Fach nicht als Zunft betreiben. Die Bände sind für Gelehrsamkeit und Klarheit zugleich gelobt worden. Eine deutsche Gesamtausgabe fehlt; einzelne Bände zirkulieren in Seminaren unter dem englischen Titel. Der letzte, über Aristoteles, trägt den Untertitel einer Begegnung: Guthrie starb 1981, das Werk schließt, wo die hellenistischen Schulen beginnen würden.
Inhalt
Guthrie schreibt gegen zwei Weisen, die Alten zu verderben: gegen die doxographische Liste, die Namen und Meinungen stapelt, und gegen die Modernisierung, die in jedem Fragment schon Kant oder die Physik liest. Geschichte der Philosophie heißt hier, Texte in ihrer Überlieferung zu lesen, Zeugnisse gegeneinander zu halten und den Denker in einer Stadt, einer Schule, einem Streit zu lassen. Der erste Band gilt den frühen Vorsokratikern und den Pythagoreern, der zweite der Linie von Parmenides bis Demokrit. Wer so beginnt, nimmt ernst, dass Philosophie vor Sokrates schon Kosmos, Zahl und Sein war, nicht nur Vorstufe. Guthrie erzählt, statt zu tabulieren; die Klarheit ist die der Paraphrase, die das Schwere nicht wegwischt.
Die Mitte und das Ende tragen die Behauptung in die klassische Zeit. Der dritte Band heißt Aufklärung des fünften Jahrhunderts: zuerst die Sophisten, dann Sokrates, in zwei Teilen, die getrennt lesbar sind. Der vierte gilt Platon, dem Menschen und den frühen Dialogen; der fünfte dem späten Platon und der Akademie. Der sechste ist Aristoteles. Damit ist das Muster der Handbücher erfüllt und durchbrochen: Guthrie gibt den Sophisten eigenes Gewicht, statt sie nur als Gegner Sokrates’ zu brauchen, und er gibt Aristoteles eine Begegnung, kein Referat. Neben Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft, die das griechische Erbe umstellt, ohne es zu erzählen, steht diese Geschichte als geduldige Ausbreitung. Sie will den allgemeinen Leser nicht mit Siglen vertreiben und den Philologen nicht mit Glätte beleidigen.
Unsicher wird das Werk, wo die erzählende Billigkeit den Streit der Spezialisten zudeckt. Datierungen, Echtheit, die pythagoreische Frage, die Entwicklung Platons: überall gibt es schärfere Positionen als die, die Guthrie als Mitte anbietet. Er wusste das und wählte die Darstellung, die ein Student halten kann. Die Gegenposition, griechische Philosophie sei nur in der Originalsprache und nur als Problemgeschichte zu haben, lässt er gelten, indem er selbst aus den Quellen übersetzt und paraphrasiert. Der Ton ist der eines Lehrers der alten Schule, gerecht, genau, ohne Mode. Was fehlt – Hellenismus, Plotin, die christliche Aufnahme –, ist die Grenze des Plans, nicht ein Versehen des letzten Jahres. Die Begegnung mit Aristoteles bleibt fragmentarisch im besten Sinn: ein Mann am Ende seiner Kraft trifft einen Mann am Ende der klassischen Reihe.
Einordnung
Guthries Geschichte war über zwei Jahrzehnte die maßgebende englischsprachige Darstellung für den Weg von Thales bis Aristoteles. Sie steht neben älteren deutschen Handbüchern und neben knapperen Einführungen, die sie an Umfang überbietet und an Schärfe oft unterbietet. Nachbarschaft hat sie zu den Fragmentausgaben der Vorsokratiker und zu den Platon- und Aristoteleskommentaren, die sie voraussetzt. Online-Digitalisate haben die Bände in eine neue Leserschaft getragen.
Geblieben ist die Verbindung von Gelehrsamkeit und Lesbarkeit, die Rezensionen rühmten. Wer im englischen Seminar griechische Philosophie lernt, lernt oft zuerst in Guthries Sätzen. Die Cambridge-Ausgabe hat diesen Ton festgesetzt. Er ist älter als die neuere Spezialliteratur und nicht ersetzt, wo jemand die ganze Strecke in einem Atemzug braucht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
