Geschichte der Juden

Heinrich Graetz · 1853 · Sachbuch, Geschichte


Das Werk
Deutscher Titel: Geschichte der Juden
Autor(en): Heinrich Graetz
Originaltitel: Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 1853
Schlagwörter: Judentum, Historie, Leiden, Geist
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: Parkland


Umfang dieser Ausgabe: 0 Seiten
ISBN: 9783880599741
Verweise


Die Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart erschien ab 1853 in mehreren Bänden. Heinrich Graetz erzählt das jüdische Volk als Geist, der leidet und denkt: vom biblischen Israel bis in die Gegenwart der Emanzipation, parteilich, erzählend, gegen die rabbinische Enge und gegen die christliche Historie, die Juden nur als Vorstufe kennt. Das Buch hat der jüdischen Geschichte als Fach das 19. Jahrhundert gegeben, ohne das das 20. nicht anhebt. Dubnow, Baron, Yerushalmi arbeiten an diesem Anfang.

Inhalt

Graetz schreibt Nationalgeschichte, wo die Wissenschaft noch Kirchengeschichte oder Völkerkunde wollte. Das Leiden ist nicht das Ganze, der Geist ist es: Philosophen, Dichter, die Treue zum Gesetz, die er liberal liest. Gegen die Reform, die zu viel streicht, und gegen die Orthodoxie, die zu wenig denkt, setzt er eine Historie, die stolz ist, ohne messianisch zu sein. Dubnow wird später die Volksgeschichte gegen Graetz’ Geistesgeschichte setzen; Baron die soziale und religiöse Breite; Yerushalmi das Gedächtnis gegen die Historie. Hier steht der Gründer, den sie brauchen, um ihm zu widersprechen.

Wer nur das 19. Jahrhundert sucht, hat recht: Das Buch ist vor 1900. Es gehört in diesen Essay, weil das Fach ohne Graetz keine Adresse hätte. Wer nur den Stolz sucht, unterschlägt die Polemik, die Gemeinden spaltete. Scholem wird die Mystik gegen Graetz’ Rationalismus holen; Freud die Traumdeutung ohne Volk; Arendt die Elemente der Herrschaft, die Graetz nicht mehr sah. Die Grenzen liegen im Pathos des Leidens, das Opfer zur Form macht, und in einem Deutschland, das Graetz als Heimat der Wissenschaft nahm, bevor es zur Vernichtung wurde.

Die Wirkung ist die eines Monumentalwerks, das man nicht mehr liest und nicht mehr loswird. Jede jüdische Geschichte danach beginnt, indem sie Graetz nennt.

Einordnung

Graetz hat der jüdischen Geschichte als Fach den erzählenden Anfang hinterlassen. Neben Dubnow, Baron und Scholem steht dieser Band als die Behauptung, dass Juden ein Volk mit Geist sind, das Historie verdient. Die Wirkung reicht in jede spätere Synthese. Wer nach 1853 jüdische Geschichte sagt, spricht Graetz, auch gegen ihn. Das 20. Jahrhundert hat das Monument zerschlagen und das Fach nicht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.