Gehe hin und verkünde es vom Berge
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Gehe hin und verkünde es vom Berge |
| Autor(en): | James Baldwin |
| Originaltitel: | Go Tell It on the Mountain |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1953 |
| Schlagwörter: | Harlem, Kirche, Familie, Berufung |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 304 Seiten |
| ISBN: | 9783423141802 |
| Verweise | |
Gehe hin und verkünde es vom Berge ist der erste Roman von James Baldwin, 1953 erschienen. Ein Sonntag in Harlem, 1935, die Pfingstgemeinde, der vierzehnjährige John Grimes am Morgen seines Geburtstags: Das Heil und die Gewalt derselben Stadt atmen durch eine Familie, die die Kanzel nicht loswird. Der englische Titel zitiert ein geistliches Lied; der deutsche Seitentitel folgt der gebräuchlichen Übertragung. Der laufende Text bleibt deutsch.
Inhalt
John wacht in der Wohnung in Harlem auf, hasst und fürchtet den Stiefvater Gabriel, den Prediger, liebt die Mutter Elizabeth und die Tante Florence, und weiß, dass heute in der Kirche etwas mit ihm geschehen soll. Baldwin schiebt in den Gottesdienst die Vorgeschichten: Florence, die den Süden und den Bruder Gabriel verlassen hat; Gabriel, der in einer ersten Ehe und in Sünden predigerisch weiterlebt; Elizabeth, die Johns leiblichen Vater verloren hat und Gabriels Härte trägt. Die drei Rückblicke sind keine Abschweifung, sie sind das Buch: Jede Bekehrung hat einen Preis, den ein anderer zahlt.
In der Kirche, auf dem Fußboden, ringt John mit der Berufung. Die Gemeinde schreit, der Heilige Geist fällt, der Junge sieht Bilder von Schmutz und Glanz, von der Straße und vom Thron. Gabriel will den Sohn Gottes, nicht diesen Sohn. Johns Begehren, das die Gemeinde nicht duldet, sitzt schon in der Scham, ohne genannt zu werden wie in späteren Büchern. Der Sonntag endet nicht mit einem Sieg. John steht auf, bekehrt und unerlöst, und geht zwischen Florence und Gabriel nach Hause. Harlem bleibt; die Kanzel bleibt.
Baldwin schreibt die Sprache der Bibel und der Straße in einem Satz. Die Predigt ist Form, nicht Zitat zum Schmuck. Wer nur den Gottesdienst sucht, unterschlägt den Süden in den Rückblicken. Wer nur den Stiefvater sucht, unterschlägt Elizabeth. Das Buch ist ein Erwachsenwerden, ohne die Formel dazu zu brauchen: Es zeigt, wie ein Junge die Stimme der Kirche nimmt, um gegen sie zu atmen.
Einordnung
Baldwin hat Glauben, Hautfarbe und Herkunft in einem Roman gehalten, der predigt und anklagt. Die Essays der späteren Jahre – Nach der Flut das Feuer – haben die weiße Unschuld als Politik benannt; dieses erste Buch bleibt kirchlich und unkirchlich zugleich. Neben Richard Wright und Toni Morrison steht er als der, der die Kanzel nicht wegwarf, sondern umdrehte.
Man hat den Band zur bloßen Ouvertüre der Bürgerrechtsstimme gemacht. Er ist härter: eine Familie, die das Heil sucht und einander verwundet. Wer nur Harlem als Schauplatz nimmt, unterschlägt, dass Baldwin die Sprache der Schrift brauchte, um gegen sie zu sprechen. dtv hat die deutsche Adresse gehalten. Der Titel bleibt ein Befehl aus dem Lied; der Roman zeigt, was es kostet, ihm zu folgen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
