Frauenbefreiung und sexuelle Revolution
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Frauenbefreiung und sexuelle Revolution |
| Autor(en): | Shulamith Firestone |
| Originaltitel: | The Dialectic of Sex |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1970 |
| Schlagwörter: | Familie, Fortpflanzung, Klasse, Revolution |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Gesellschaftstheorie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Verso
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 216 Seiten |
| ISBN: | 9781784780524 |
| Verweise | |
Frauenbefreiung und sexuelle Revolution (englisch The Dialectic of Sex) ist die 1970 erschienene Streitschrift von Shulamith Firestone. Sie behauptet, dass die biologische Familie die erste Klasse ist – und dass Gleichberechtigung in Recht und Lohn die Ursache nicht trifft.
Inhalt
Firestone nimmt Marx und Freud ernst und wirft beiden vor, vor der Fortpflanzung haltzumachen. Die Unterordnung der Frau folgt für sie nicht zuerst aus dem Eigentum, sondern aus der Tatsache, dass Schwangerschaft, Geburt und die lange Kindheit den weiblichen Körper an die Reproduktion binden. Solange diese Bindung Natur bleibt, bleibt die Herrschaft Natur. Der Feminismus, der nur die Tür zum Beruf öffnet, lässt das Haus als Schicksal.
Die Folgerung ist scharf. Firestone will die Fortpflanzung technisch aus dem Körper lösen, die Kindheit aus der Zwangsfamilie, die Sexualität aus der Pflicht zur Gattung. Kindertagesstätten und gleiche Löhne sind Schritte, nicht das Ziel. Sie schreibt gegen die Schonung der Mutterschaft als höheren Beruf und gegen eine Linke, die die Frauenfrage auf den Sieg der Klasse vertagt. Der Ton ist ungeduldig, systematisch, ohne Rücksicht auf das, was man einer Frau 1970 sagen durfte.
Das Buch entwirft eine Zukunft, die viele Leserinnen als Befreiung und viele als Angriff auf den Körper gelesen haben. Firestone kennt den Einwand und hält ihn für konservativ: Wer den Uterus zur Würde erklärt, erklärt die Beschränkung zur Würde. Ob die Technik befreit oder neue Herrschaft trägt, lässt sie offener, als die Gegner behaupten. Die Härte liegt in der Diagnose, nicht in einem fertigen Staat.
Einordnung
Neben Kate Milletts Sexus und Herrschaft ist dies der andere große Text des Jahres 1970: dort die Literatur als Politik, hier die Familie als Produktionsweise. Simone de Beauvoirs Werden wird zur technischen Aufgabe. Später haben Silvia Federici und andere die unbezahlte Reproduktion materialistisch gefasst, ohne Firestones Lösung zu übernehmen. Die Kritik am Körperhass ist alt und oft berechtigt. Das Buch bleibt der Punkt, an dem der zweite Feminismus die Natur nicht mehr schonen wollte.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Bücher, die die Frauenfrage zum Fach machten (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
