Flash Boys
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Flash Boys |
| Autor(en): | Michael Lewis |
| Originaltitel: | Flash Boys: A Wall Street Revolt |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2014 |
| Schlagwörter: | Börse, Hochfrequenzhandel, Finanzmarkt, Vorsprung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Campus
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| Umfang dieser Ausgabe: | 288 Seiten |
| ISBN: | 9783593501239 |
| Verweise | |
Flash Boys. Revolte an der Wall Street ist das 2014 erschienene Buch von Michael Lewis, deutsch im selben Jahr bei Campus. Es erzählt den Aktienhandel als Wettlauf um Lichtgeschwindigkeit und behauptet, dass dieser Wettlauf den Markt den Kunden aus der Hand nimmt.
Inhalt
Lewis folgt Brad Katsuyama, einem Händler der Royal Bank of Canada in New York, der merkt, dass seine Orders ankommen, nachdem andere sie schon gesehen haben. Der Preis, den der Bildschirm zeigt, ist in der Millisekunde der Ausführung nicht mehr der Preis. Zwischen Chicago und New Jersey wird ein gerades Glasfaserkabel verlegt, nur damit Signale ein paar Millisekunden früher da sind; in den Rechenzentren der Börsen mieten Firmen Stellplätze möglichst nah an den Servern; dunkle Handelsplätze sammeln Aufträge, ohne sie öffentlich zu zeigen. Lewis macht aus dieser Technik eine moralische Szene: Männer, die begreifen, dass der Markt eine Maschine mit Eingang und Ausgang ist, und die den Eingang kaufen.
Die Revolte des Untertitels ist Katsuyamas Versuch, eine eigene Plattform zu bauen, auf der alle Orders gleichzeitig eintreffen – IEX, später selbst eine Börse. Lewis schreibt, wie er immer schreibt, über Außenseiter, die ein System von innen verstehen, während die Eingeweihten es für Natur halten. Hochfrequenzhandel erscheint hier nicht als neutrale Effizienz, sondern als Vorsprung, den man mieten kann. Die Abendnachrichten haben den Satz mitgenommen, die Börse sei manipuliert; die Börsenaufsicht musste sich erklären; Händler, die Lewis als Quellen braucht, erscheinen als Männer mit Gewissen in einer Umgebung, die Gewissen für naiv hält.
Kritik hat die These für zu grob, die Helden für zu sauber, die Technik für zu vereinfacht gehalten. Der Hochfrequenzhandel sei Liquidität, nicht Diebstahl; IEX sei Marketing; Lewis brauche Schurken, wo Statistiker Spreads messen. Die Beschreibung der Kabel, der Stellplätze und der dunklen Handelsplätze hat diese Kritik selten umgestoßen. Das Buch hat einer Technik, die unsichtbar bleiben wollte, ein Publikum gegeben. Filme über Lewis’ andere Stoffe hatten Gesichter geliefert; Flash Boys hat vor allem die Debatte geliefert. Wer nur Gier sagt, hat das Kabel nicht gesehen. Wer nur die Grobheit des Satzes rügt, unterschlägt, dass ohne den Satz die Mikrosekunde privat geblieben wäre.
Einordnung
Neben den großen Krisenbüchern nach 2008, die Banken als Schicksal nehmen, steht Lewis als der Erzähler der Technik, die den Vorsprung unsichtbar hält. In den einflussreichsten investigativen Sachbüchern ist dies der Band, in dem der Markt als Lichtgeschwindigkeit erscheint. Wer nur die Finanzkrise kennt, hat die Millisekunde nicht gelesen, in der sie weitergeht.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die einflussreichsten investigativen Sachbücher (Wirkungsgeschichte)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
