Endstation Sehnsucht
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Endstation Sehnsucht |
| Autor(en): | Tennessee Williams |
| Originaltitel: | A Streetcar Named Desire |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1947 |
| Schlagwörter: | Begehren, Süden, Wohnung, Verfall |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 199 Seiten |
| ISBN: | 9783150092408 |
| Verweise | |
Endstation Sehnsucht ist das Stück von Tennessee Williams, 1947 in New York uraufgeführt, im Jahr darauf mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Der deutsche Titel, den Berthold Viertel fand, hält fest, was die Bahnlinie im Stück nur anfährt: Blanche DuBois kommt an und kommt nicht davon.
Inhalt
Blanche steigt in New Orleans mit Koffern und einer Geschichte aus, die nicht hält. Die Plantage Belle Reve ist verloren, die Schule hat sie entlassen, der junge Mann, den sie heiratete, ist tot. Sie zieht zur Schwester Stella in die enge Wohnung im Viertel Elysian Fields, wo Stellas Mann Stanley Kowalski Karten spielt, trinkt und die Welt für das nimmt, was er anfassen kann. Blanche redet in Höflichkeiten, bittet um gedämpftes Licht, nennt Stanley roh und sich selbst zart. Stanley hört den Ton als Hochmut und die Geschichte als Betrug. Williams setzt zwei Sprachen in denselben Raum: die poetische Lüge, ohne die Blanche nicht atmet, und die grobe Wahrheit, ohne die Stanley nicht herrscht.
Stella ist schwanger und hält zu beiden, solange es geht. Mitch, Stanleys Kumpan, wirbt um Blanche, weil er die Mutter pflegt und eine Frau sucht, die fein ist. Stanley gräbt nach: die Hotels in Laurel, das Ende an der Schule, das Mädchen. Mitch bleibt weg. In der Nacht, in der Stella entbindet, bleibt Blanche mit Stanley allein. Er zerreißt die Papierlaterne, mit der sie die Glühbirne verhüllt hat, und nimmt sie gegen ihren Willen. Williams schreibt die Gewalt nicht als Wendung, die Blanche verdient hätte; er schreibt sie als Besitz, den Stanley für sein Recht hält. Stella glaubt der Schwester nicht oder will sie nicht glauben. Die Wohnung hat nur Platz für ein Paar.
Ärzte kommen. Blanche lässt sich mitnehmen, weil sie immer auf die Güte von Fremden angewiesen war – der Satz ist höflich und ist die Niederlage. Stella bleibt bei Stanley, der die Hand auf ihren Bauch legt, als sei die Ordnung wiederhergestellt. Das Stück lässt offen, was Stella weiß. Es lässt nicht offen, was aus Blanche wird: die Anstalt, das gedämpfte Licht, die Stimme, die noch arrangiert, während man sie abführt. New Orleans bleibt laut. Die Bahn, die Blanche genommen hat, hat eine Endhaltestelle gehabt; die Sehnsucht nicht.
Einordnung
Williams hat dem amerikanischen Süden die Figur gegeben, die an der Moderne zerbricht, ohne dass die Moderne recht bekäme. Neben Woyzeck steht Blanche als Zurichtete, nur dass der Soldat tötet und die Lehrerin in Höflichkeiten stirbt. Neben Hamlet ist es das Stück einer Figur, die zu viel spielt, um noch wahrgenommen zu werden – Hamlet am Hof, Blanche in der Hitze der Wohnung. Die Verfilmung mit Marlon Brando hat Stanley zum Gesicht gemacht; das Stück bleibt Blanches Stimme. Wer nur den Geschlechterkampf liest, unterschlägt die Ökonomie: das verlorene Haus, die Miete, die Schwangerschaft. Der deutsche Titel ist genauer als jede wörtliche Bahnlinie: Die Fahrt endet, das Begehren nicht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
