Einer aus Kurussa
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Einer aus Kurussa |
| Autor(en): | Camara Laye |
| Originaltitel: | L'Enfant noir |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1953 |
| Schlagwörter: | Guinea, Kindheit, Initiation, Schmied |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Unionsverlag
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| Umfang dieser Ausgabe: | 224 Seiten |
| ISBN: | 9783293200452 |
| Verweise | |
Einer aus Kurussa ist der 1953 in Paris erschienene Roman von Camara Laye, im Original L'Enfant noir. Ein Junge wächst in Kouroussa in Guinea auf, Sohn eines Goldschmieds, zwischen Werkstatt, Mutter, Initiation und der Schule, die ihn nach Conakry und weiter nach Frankreich ziehen wird. Die deutsche Übersetzung von Traugott König erschien unter diesem Titel; andere Ausgaben hießen Der schwarze Knabe. Laye hat die Kindheit als Abschied geschrieben, ohne sie zu denunzieren und ohne die Kolonialschule als einziges Licht zu setzen.
Inhalt
Die Werkstatt des Vaters: Gold, der Geist der Schlange, der das Gold hütet, die Lehrlinge, die Ehrfurcht. Die Mutter, strenger, mit eigenen Kräften gegen die Nacht. Das Dorf, die Ernte, die Beschneidung, die Gemeinschaft der Gleichaltrigen, die den Knaben zum Mann macht, bevor die Schule ihn zum anderen macht. Laye erzählt in der ersten Person, weich, genau, mit der Gefahr der Nostalgie, der er nicht ganz entgeht und die das Buch trägt.
In Conakry die Technikschule, die Verwandten, die französische Ordnung, die Freundschaft, die Krankheit. Der Vater lässt den Sohn gehen, weil Lernen der Weg ist; die Mutter weint. Der Schluss steht auf dem Flugplatz: Europa, das noch nicht erzählt wird. Das Kind aus Kurussa hört auf, das Kind zu sein. Die Goldschlange bleibt in der Werkstatt.
Wer nur das idyllische Afrika sucht, unterschlägt die Schule, die das Idyll beendet. Wer nur die Anklage der Entfremdung sucht, unterschlägt die Wärme der Werkstatt, die Laye nicht verrät. Das Buch ist ein Erinnerungsroman, keine Ethnographie. Die Initiation ist ein Kapitel, nicht das ganze Leben.
Einordnung
Laye hat der frankophonen Literatur Guineas die Kindheit gegeben, gegen die spätere Härte eines Kourouma und eines Sembène. Man hat ihm vorgeworfen, zu sanft zu schreiben, während die Kolonie noch herrschte. Das Buch bleibt, weil es die Werkstatt kennt. Wer nach 1953 über westafrikanische Kindheit und die Fahrt nach Frankreich spricht, spricht hinter Kurussa. Der Autor ist später in der Politik dunkler geworden; der erste Roman bleibt hell und deshalb umstritten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
