Eine Geschichte aus zwei Städten

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Eine Geschichte aus zwei Städten
Autor(en): Charles Dickens
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Insel Verlag
Serie:
Erscheinungsjahr: 1859
Seitenanzahl: 505 Seiten
Originaltitel: A Tale of Two Cities
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3458327339
ISBN-13/

EAN-Code:

9783458327332
Schlagwörter: Revolution, London, Paris, Opfer
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Eine Geschichte aus zwei Städten ist der 1859 erschienene historische Roman von Charles Dickens, zuerst in seiner Zeitschrift All the Year Round und parallel illustriert bei Chapman and Hall. Die Schicksale des Arztes Manette, seiner Tochter Lucie und des Marquis-Sohnes Charles Darnay verbinden London und Paris vom Vorabend der Französischen Revolution bis zur Schreckensherrschaft. Dickens stützte die Geschichte auf Thomas Carlyles Werk über die Revolution und auf das Theaterstück The Frozen Deep, in dem er einen Mann spielte, der sein Leben für die geliebte Frau und den Nebenbuhler gibt. Julius Seybts deutsche Übersetzung erschien noch im Erscheinungsjahr.

Inhalt

1775 reist der Bankangestellte Jarvis Lorry mit Lucie Manette nach Paris: Ihr Vater, der Arzt Alexandre Manette, lebt nach achtzehn Jahren Bastillehaft stumpfsinnig als Schuster im Haus seines früheren Dieners Ernest Defarge und dessen Frau Therese. Lorry und Lucie bringen ihn nach London, wo er als Arzt wieder auflebt. 1780 wird der Emigrant Charles Darnay in London der Spionage angeklagt; der verkommene Anwaltsgehilfe Sydney Carton, Darnay zum Verwechseln ähnlich, zerstört die Indizienkette. Darnay, eigentlich Charles St. Evrémonde, hat die Güter der Familie den Bauern erlassen und den Namen der Mutter angenommen. Sein Onkel, der Marquis, lässt bei einer Kutschfahrt ein Kind überfahren und wird von dessen Vater Gaspard erstochen. Darnay heiratet Lucie; am Hochzeitsmorgen erfährt Manette die Herkunft des Schwiegersohns und fällt in die alte Krankheit. Carton, der Lucie liebt und sich für unwürdig hält, verspricht, der Familie zu dienen.

1789 stürmen die Defarges die Bastille; Ernest findet Manettes verborgenes Manuskript. 1792 lockt ein Brief des Verwalters Gabelle Darnay nach Paris, wo man ihn als emigrierten Aristokraten in La Force sperrt. Manette, als Bastilleopfer angesehen, wird Gefängnisarzt und erwirkt nach fünfzehn Monaten den Freispruch. Noch am selben Tag kommt eine neue Anzeige. Carton erkennt in dem Spitzel Barsad Miss Pross’ Bruder Solomon und erpresst Zugang zur Zelle. Vor Gericht verliest man Manettes Bastillebericht: Die Evrémonde-Brüder haben eine Bäuerin vergewaltigt, Bruder und Schwester getötet, Manette nach seiner Anzeige verschleppt; er verflucht sie und ihre Nachkommen. Darnay wird zum Tod verurteilt. Therese Defarge ist die überlebende Schwester jener Bauernfamilie und will auch Lucie und das Kind töten.

Carton betäubt Darnay, tauscht die Kleider, lässt den Bewusstlosen zur Fluchtkutsche bringen und geht an seiner Stelle unter die Guillotine, neben einer unschuldig verurteilten Näherin. Therese Defarge kommt in Lucies Wohnung, kämpft mit Miss Pross und stirbt durch den Schuss aus der eigenen Pistole; Miss Pross wird taub. Carton stirbt mit dem Gedanken, etwas weit Besseres zu tun als je zuvor, und sieht in einer Vision Lucies Familie, einen Sohn namens Sidney, ein Volk, das sich aus dem Abgrund die Freiheit sucht. London und Paris stehen einander als Städte des Handels und der Rache gegenüber. Der goldene Faden ist Lucie, die die Männer bindet, ohne die Gewalt zu stillen.

Einordnung

Dickens schreibt die Revolution nicht als Lehrstück der Freiheit, sondern als Umschlag von Unrecht in neues Unrecht. Die Defarges sind verständlich und furchtbar, der Marquis ist grausam, Darnay gut und naiv, Carton der Verschwender, der im Tod Gestalt gewinnt. Der auktoriale Erzähler wechselt zwischen den Städten, mischt Burleske um den Boten und Leichenräuber Jerry Cruncher ein und schließt mit einer der berühmtesten Sterbeszenen der englischen Literatur. Neben Große Erwartungen ist der Band Dickens’ am strengsten gebauter Roman, weniger weitläufig als die Londoner Gesellschaftsgemälde, dafür auf Opfer und Doppelgänger gestellt.

Die Publikation fiel in die Trennung von Catherine Dickens und die Gründung von All the Year Round. Der Stoff wurde zum Klassiker der Schule, der Bühne und unzähliger Filme. Wer nach 1859 die Französische Revolution als Familiendrama erzählt, in dem die Schuld der Väter die Kinder trifft, erzählt hinter Carton. Ein verfehltes Leben sammelt sich in einer Tat, und Darnay überlebt, ohne dass die Geschichte dadurch gerecht würde.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.