Ein Würfelwurf
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Ein Würfelwurf |
| Autor(en): | Stéphane Mallarmé |
| Originaltitel: | Un coup de dés jamais n'abolira le hasard |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1897 |
| Schlagwörter: | Zufall, Seite, Weiß, Vers |
| Sachgebiete: | Versepos |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Hanser
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| Umfang dieser Ausgabe: | 64 Seiten |
| ISBN: | 9783446234567 |
| Verweise | |
Ein Würfelwurf ist das Gedicht von Stéphane Mallarmé, 1897 in der Zeitschrift Cosmopolis erschienen, vollständig als Buch erst nach seinem Tod. Der volle Titel lautet, dass ein Würfelwurf den Zufall niemals aufheben werde. Worte stehen in verschiedenen Graden über der weißen Seite, wie eine Partitur, nicht wie ein Lied in Zeilen. Als Versepos geführt, weil der Wurf ein Ganzes ist: Denken, Schiffbruch, Zahl.
Inhalt
Ein Meister, ein Schiff, ein Abgrund. Der Satz, der nie aufhört, sich über die Doppelseite zu verteilen, erzählt und erzählt nicht: Es wurde geworfen, es wird geworfen, der Zufall bleibt. Mallarmé setzt GROSSE WORTE und kleine, Klammern, Schrägen, das Weiß als Pause, die so viel bedeutet wie der Laut. Wer linear liest, verfehlt die Anordnung; wer nur die Anordnung sieht, verfehlt den Satz, der trotzdem fällt.
Das Schiff bricht. Der Meister zögert, die Würfel aus der Faust zu lassen – oder hat sie schon gelassen. Die Zahl, die herauskäme, wäre ein Stern, ein Schluss, ein Sinn, der den Zufall aufhöbe. Genau das geschieht nicht. Die Sirenen, die See, das Federnd des Denkens: Mallarmé mischt Mythos und Abstraktion, bis der Untergang eines Schiffes der Untergang einer Idee ist, die sich selbst denken will. Das Gedicht dauert wenige Seiten und verlangt denselben Atem wie ein Epos, weil jede Stelle die anderen hält.
Am Ende steht der Satz wieder, der am Anfang stand: Ein Wurf wird den Zufall nicht tilgen. Das ist keine Resignation als Stimmung, es ist das Gesetz der Seite. Constellation, der Sternenhimmel, erscheint als das Bild, in dem die Zahl vielleicht doch steht – nicht als Sieg, als Möglichkeit. Mallarmé hat das große Buch aller Bücher nicht vollendet; dieser Wurf ist das Fragment, das die Stelle hält.
Einordnung
Mallarmé hat die Sprache von der Mitteilung auf das Geschehen der Seite umgestellt. Von hier gehen Valéry, die konkrete Poesie und ein Teil der Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts aus. Neben Baudelaires geschlossener Architektur und Rimbauds Bruch steht der Würfelwurf als dritte Moderne: nicht Stadt, nicht Hölle, das Weiß.
Man hat das Gedicht zum dunklen Heiligtum und zum Vorläufer jeder visuellen Poesie gemacht. Wer nur das Schriftbild sucht, unterschlägt den Meister. Wer nur den Aphorismus vom Zufall sucht, unterschlägt die See. Hanser und andere haben zweisprachige Hefte vorgelegt; keine Übersetzung ersetzt die Verteilung auf der Seite. Das Buch muss gesehen werden, nicht nur gehört.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
