Ein Mann namens Ove
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Ein Mann namens Ove |
| Autor(en): | Fredrik Backman |
| Originaltitel: | En man som heter Ove |
| Originalsprache: | schwedisch |
| Erstveröffentlichung: | 2012 |
| Schlagwörter: | Nachbarschaft, Trauer, Ordnung, Reihenhaus |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Fischer Taschenbuch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 384 Seiten |
| ISBN: | 9783596197804 |
| Verweise | |
Ein Mann namens Ove ist der erste Roman von Fredrik Backman, 2012 in Schweden als En man som heter Ove erschienen, deutsch 2014 bei Fischer. Ein Witwer in der Reihenhaussiedlung macht Kontrollgänge, notiert Falschparker und sieht keinen Grund mehr zu bleiben, bis die neuen Nachbarn seinen Briefkasten umfahren. Backman hat aus dem mürrischen Alten keine Witzfigur gemacht, sondern einen Mann, dessen Ordnung die Form seiner Trauer ist. Der Band wurde ein internationaler Bestseller, Filmstoff in Schweden und in den Vereinigten Staaten, oft als herzig verkauft. Er ist genauer ein Buch über die Arbeit des Weiterlebens, die anderen zufällt, weil einer sie verweigert, und über eine Siedlung, die Gemeinschaft nur als Regel kennt, bis die Regel reißt.
Inhalt
Ove ist achtundfünfzig, vorzeitig in den Ruhestand geschickt, seit der Beerdigung von Sonja allein in dem Haus, das die beiden bezogen, als die Siedlung noch neu war. Jeden Morgen prüft er die Mülltonnen, die Schranken, die fremden Autos. Er hasst den Saab-Nachbarn nicht aus bloßer Laune: Marken, Schrauben, die richtige Weise, einen Haken zu setzen, sind die Sprache, in der er die Welt noch halten kann. Sonja, Lehrerin, hat ihn einst aus der Schweigsamkeit geholt; ihr Tod nach langer Krankheit hat die Sprache wieder verschlossen. Ove legt Seil, Schlauch, Schiene bereit, um nachzukommen, und wird gestört: durch den Briefkasten, durch eine schwangere Frau, durch einen Mann, der nicht rückwärts einparken kann.
Parvaneh, iranischstämmig, mit zwei Töchtern und einem ungeschickten Mann, zieht nebenan ein und durchbricht Oves Protokoll. Sie bittet um Fahrten, Werkzeug, Aufsicht, und Ove gewährt, indem er schimpft. Rückblenden zeigen sein Leben: den Vater bei der Bahn, die Arbeit, die Liebe zu Sonja, eine Busfahrt, ein Brand, ein Kind, das sie nicht behalten durften, der Streit mit den Bürokraten der Siedlung, der Freund Rune, der zum Feind wurde, als die Regeln und die Krankheit zwischen sie traten. Jeder Versuch Oves, zu sterben, scheitert an einem Bedarf der Lebenden: eine Leiter, ein Katzenfutter, ein Jugendlicher, den die Siedlung ausstößt. Die Katze bleibt, obwohl Ove keine Katzen mag.
Nach und nach wird aus der Verweigerung eine Zuständigkeit. Ove richtet, fährt, schützt einen Jungen, der nicht der Sohn ist, den er hatte, und lernt, dass Parvanehs Familie keine Störung seines Plans ist, sondern der Plan, den Sonja ihm hinterlassen hätte. Backman gibt dem Schluss keine billige Heiterkeit. Ove bleibt mürrisch, die Siedlung bleibt kleinlich, der Körper gibt nach. Was sich ändert, ist die Richtung: nicht mehr das Seil, sondern der Nachmittag mit den Kindern, die ihn fürchten und brauchen. Der Roman endet, indem die Gemeinschaft, die Ove verachtet hat, ihn begräbt, wie man einen der Ihren begräbt. Der Name im Titel bleibt: ein Mann namens Ove, nicht der Heilige der Nachbarschaft.
Einordnung
Backman hat den schwedischen Alltagsroman auf die Reihenhaussiedlung gelegt und ihr den Humor gegeben, den die Trauer braucht, um lesbar zu bleiben. Die Gefahr des Stoffes ist die Rührung als Programm; der Text entgeht ihr, wo Oves Wut ernst bleibt und Sonja keine Heilige aus Porzellan wird, sondern die Frau, die Bücher und Unordnung in sein Leben brachte. Verfilmungen – 2015 in Schweden mit Rolf Lassgård, später eine amerikanische Fassung – haben das Gesicht des Murrkopfes zum Markenzeichen gemacht und oft die Bürokratie zur reinen Komik entschärft. Das Buch ist schärfer gegen Verwaltungen, die Menschen entsorgen, indem sie Regeln pflegen.
Im Deutschen hat Stefanie Werners Übersetzung den trocken-bissigen Ton gehalten, der das Pathos trägt, ohne es anzukündigen. Backman hat seither weitere Siedlungs- und Kleinstadtbücher geschrieben; Ove blieb der bekannteste Mann. Wer das Buch nur als versöhnlichen Schluss über den bösen Alten liest, hat die Fehlgeburt, den Brand und Runes Siechtum nicht gelesen. Die Kontrollrunde war nie nur Pedanterie. Sie war der Versuch, eine Welt festzuschrauben, in der Sonja noch vorkommt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
