Doctor Sleep
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Doctor Sleep |
| Autor(en): | Stephen King |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Heyne |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2013 |
| Seitenanzahl: | 720 Seiten |
| Originaltitel: | Doctor Sleep |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3453438027 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783453438026 |
| Schlagwörter: | Shining, Sucht, Hospiz, Kind |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Doctor Sleep ist der 2013 erschienene Roman von Stephen King, deutsch im selben Jahr in der Übersetzung von Bernhard Kleinschmidt. Er führt Danny Torrance aus Shining ins Erwachsenenalter: Der Junge aus dem Overlook-Hotel ist ein trockener Alkoholiker und Pfleger, der Sterbenden den Übergang erleichtert. Eine wandernde Gruppe, der Wahre Knoten, jagt Kinder mit derselben Gabe. King hat die Fortsetzung nicht als Wiederholung des Hotels angelegt, sondern als Buch über Sucht, Fürsorge und die Frage, was aus einem Kind wird, das zu viel gesehen hat.
Inhalt
Nach dem Brand des Overlook zeigt Dick Hallorann dem achtjährigen Danny Torrance einen Trick: ungebetene Geister in ein inneres Schließfach zu sperren. Jahre später trinkt Dan wie der Vater, verliert Arbeit und Mutter Wendy, stiehlt einer jungen Frau das Geld und lässt deren Kleinkind zurück. In der Kleinstadt Frazier steigt er aus. Billy Freeman, der eine Miniaturbahn im Vergnügungspark fährt und selbst ein wenig Shining hat, holt ihn in die Anonymen Alkoholiker und zu Casey Kingsley. Dan wird Pfleger im Hospiz Rivington House; die Sterbenden nennen ihn Doctor Sleep, weil er ihnen die Angst nimmt.
Der Wahre Knoten reist in Wohnmobilen: einst Menschen mit Shining, die sich von „Steam“ nähren, einer Substanz, die Kinder mit der Gabe im Sterben freisetzen. Die Anführerin Rose the Hat spürt besonders starke Quellen. Abra Stone, geboren kurz vor den Anschlägen von 2001, hat ein Shining, das Dans Kindheit übertrifft. Sie schreibt an die Tafel in Dans Zimmer, zuerst spielerisch, dann als Hilferuf, nachdem sie im Traum den Mord an einem Jungen gesehen und Rose berührt hat. Rose will Abra nicht töten, sondern als dauernde Quelle halten.
Dan, Billy, Abras Kinderarzt und Abra selbst stellen sich dem Knoten. Eine Kinderkrankheit, eingeschleppt mit dem Steam des ermordeten Jungen, dezimiert die Wanderer und macht sie gieriger. Nach einem gescheiterten Zugriff fahren Dan und Billy zum Bluebell Campground in Colorado, genau dorthin, wo das Overlook stand. Mit Abras Hilfe vernichten sie den Knoten. Als Rose Dan zu überwältigen droht, greift eine Präsenz ein, die sich als Jack Torrance zu erkennen gibt, nicht als der Mann des Hotels, sondern als der Vater, der den Sohn retten will. Rose fällt. Dan bleibt nüchtern, Abra wächst weiter mit einer Gabe, die nicht mehr allein ist. King lässt das Overlook als Boden unter den Füßen, nicht als Haus: Wer dort campiert, campiert auf einem Grab, und der Vater, der zurückkehrt, ist nicht der Mann, der Danny gejagt hat.
Einordnung
King hat das Overlook nicht wieder aufgebaut, sondern den Boden markiert, auf dem es stand. Der Roman handelt von Familiengewalt und von der Mühe, nüchtern zu bleiben; das Shining ist weniger Spuk als Verantwortung. Margaret Atwood las darin die amerikanische Horrortradition als Familiengeschichte; Dietmar Dath sah eine Probe, was das Genre über Angst sagen kann, wenn Politik selbst nur noch Angst spricht. Der Vincent-Preis und der LovelyBooks-Leserpreis kennzeichneten den Erfolg, nicht die Härte des ersten Shining-Buchs.
Mike Flanagans Film von 2019 mit Ewan McGregor bindet den Stoff an Kubricks Hotel, das Kings Roman nie war; wer beide Filme kennt, kennt zwei Overlooks. Der Roman bleibt bei den Sitzungen der Anonymen Alkoholiker, bei Hospizgängen und der langen Straße der Wohnmobile. Wer nur die Fortsetzung des Hotels sucht, findet ein Buch über das Erwachsenwerden eines Kindes, das zu früh wusste, und über einen Mann, der den Vater nicht wiederholen will. Die Heyne-Taschenbuchausgabe ist die greifbare deutsche Form.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
