Die versteckte Schmach
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die versteckte Schmach |
| Autor(en): | Nawal El Saadawi |
| Originaltitel: | الوجه العاري للمرأة العربية |
| Originalsprache: | arabisch |
| Erstveröffentlichung: | 1977 |
| Schlagwörter: | Ägypten, Beschneidung, Patriarchat, Essay |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Essay |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Lamuv
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 224 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Die versteckte Schmach ist der 1977 erschienene Essayband von Nawal El Saadawi, im Arabischen Das nackte Gesicht der arabischen Frau, im Englischen The Hidden Face of Eve. Eine Ärztin schreibt über Beschneidung, Ehrenmord, Begehren, Arbeit und den Islam, den sie nicht den Herren überlässt. Die deutsche Taschenbuchspur lief auch als Tschador – Frauen im Islam; Bookpedia setzt den Titel, unter dem die Scham benannt wird, die das Gesicht der Frau verdecken soll. El Saadawi, 1931 in Kafr Tahla geboren, hat den eigenen Schnitt und die Landpraxis in die öffentliche Rede gezwungen.
Inhalt
El Saadawi beginnt bei dem Kind, dem man das Geschlecht beschneidet, und bei der Ärztin, die später dieselben Wunden sieht. Aus der Klinik wird die Gesellschaft: gesetzliche Ungleichheit, die Verfügung des Vaters und des Ehemanns, die Prostitution als Kehrseite der Keuschheit, die Religion, die als Sitte auftritt. Sie unterscheidet den Koran von der Herrschaft, die sich auf ihn beruft, und greift beides an, wo es Frauen zum Schweigen bringt. Das ist Essay, Bericht, Erinnerung, nicht Roman.
Die Kapitel wechseln von der Kindheit in Delta zur Stadt, zur Arbeit im Ministerium, aus dem man sie nach Frau und Geschlecht warf, zu den Frauen, die sie als Patientinnen und als Gefangene traf. Der Ton ist direkt, oft polemisch, ohne akademische Absicherung. Wer eine behutsame Kulturkunde sucht, wird vor den Kopf gestoßen. Wer nur die Anklage des Westens gegen den Islam sucht, unterschlägt, dass El Saadawi den Kolonialismus und den Kapitalismus in dieselbe Rechnung nimmt.
Am Ende steht keine Versöhnung mit der versteckten Schmach. Es steht die Forderung, das Gesicht zu zeigen: den Körper, die Arbeit, die Stimme. Spätere Romane, vor allem die Frau am Punkt Null, haben dasselbe als Fabel erzählt; dieser Band bleibt das Argument. Die Empörung, die er auslöste, war die Probe auf seine These.
Einordnung
El Saadawi hat der arabischen Öffentlichkeit den Text gegeben, nach dem Frauenkörper nicht mehr nur familiäre Sache waren. Neben Assia Djebars polyphoner Prosa steht dieser Essay als die ärztliche Rede. Wer nach 1977 über Beschneidung, ägyptischen Feminismus und die nackte Scham spricht, spricht hinter diesem Band. Die Übersetzungen haben Titel gewechselt; der Stoff bleibt derselbe Schnitt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.