Die satanischen Verse

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die satanischen Verse
Autor(en): Salman Rushdie
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Kindler
Serie:
Erscheinungsjahr: 1988
Seitenanzahl: 656 Seiten
Originaltitel: The Satanic Verses
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3463400362
ISBN-13/

EAN-Code:

9783463400365
Schlagwörter: Migration, Offenbarung, Fatwa, Verwandlung
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Die satanischen Verse (englisch The Satanic Verses) ist der 1988 erschienene Roman von Salman Rushdie. Zwei indische Schauspieler fallen aus einem Flugzeug über dem Ärmelkanal – und überleben verwandelt. Das Buch löste eine internationale Krise aus, die den Autor ins Versteck zwang.

Inhalt

Gibreel Farishta, Star des indischen Götterfilms, und Saladin Chamcha, der in London seine Stimme an Werbespots und seine Herkunft an England verkauft hat, stürzen aus dem gesprengten Flugzeug. Gibreel bekommt einen Heiligenschein, Saladin Hörner und Bocksfüße. London nimmt sie auf, ohne sie zu erkennen: der eine als Engel, der andere als Teufel einer Stadt, die Ausländer fürchtet.

Zwischen die Gegenwart schieben sich Traumkapitel. Gibreel träumt den Propheten Mahound in der Wüstenstadt Jahilia, die Offenbarung, die Frauen, die Zweifel. Eine Episode spielt auf die überlieferten „satanischen Verse“ an: Zeilen, die dem Propheten vom Teufel untergeschoben worden sein sollen und später gestrichen wurden. Andere Träume gelten einer Imam-Figur im Exil und einem Sühnezug, der ins Meer führt. Der Roman behandelt das Heilige als Stoff der Einbildungskraft, nicht als Lehre.

Saladin wird inhaftiert, demütigt, kehrt nach Bombay zurück. Gibreel verfällt dem Wahn und der Eifersucht. Am Ende tötet Gibreel seine Geliebte und sich selbst; Saladin versöhnt sich mit dem sterbenden Vater und mit einem Leben, das nicht mehr ganz England und nicht mehr ganz Indien ist. Die Verwandlung war die Einwanderung.

Einordnung

Im Februar 1989 verhängte Ajatollah Chomeini die Fatwa über Rushdie. Das Buch wurde verbrannt, Übersetzer und Verleger angegriffen, der Autor lebte jahrelang unter Polizeischutz; 2022 überlebte er einen Messerangriff. Literarisch steht der Roman in der Nachfolge von Gabriel García Márquez' Hundert Jahre Einsamkeit und Rushdies eigenem Mitternachtskinder: die große, sprunghafte Erzählung der Migration. Weltbewegend wurde er, weil ein Roman die Grenze zwischen Dichtung und Offenbarung so scharf zog, dass Staaten und Gläubige ihn als Angriff lasen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.