Die globale Überwachung
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die globale Überwachung |
| Autor(en): | Glenn Greenwald |
| Originaltitel: | No Place to Hide: Edward Snowden, the NSA, and the U.S. Surveillance State |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2014 |
| Schlagwörter: | Geheimdienst, Überwachung, Hinweisgeber, Privatsphäre |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Droemer
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| Umfang dieser Ausgabe: | 368 Seiten |
| ISBN: | 9783426276358 |
| Verweise | |
Die globale Überwachung. Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (englisch No Place to Hide) ist das 2014 erschienene Buch von Glenn Greenwald, deutsch bei Droemer. Es erzählt die Begegnung mit Edward Snowden in Hongkong und liest die mitgebrachten Dokumente als Programm einer Massenüberwachung, die Bürger und Verbündete gleichermaßen meint.
Inhalt
Greenwald beginnt mit den verschlüsselten Nachrichten eines Unbekannten, der Beweise verspricht und Misstrauen verlangt, und endet in einem Hotelzimmer in Hongkong, in dem ein junger Mann aus dem Amt die Dateien auf den Tisch legt. Laura Poitras filmt, Ewen MacAskill vom Guardian prüft, Snowden erklärt, warum er nicht anonym bleiben will: Die Quelle soll ein Gesicht haben, damit die Dokumente nicht als russisches Spiel erscheinen. Das Buch ist Reisebericht dieser Tage und zugleich die erste zusammenhängende Lektüre dessen, was PRISM, XKeyscore und die Anzapfung der Kabel bedeuten. Alles und jeder, so die These, steht unter einem Verdacht, der keine Tat mehr braucht.
Die zweite Hälfte hält sich an die Akten. Die National Security Agency sammelt nicht gezielt, sie sammelt vorrätig; Partnerdienste liefern zu; Wirtschaftsspionage läuft unter demselben Dach wie die Terrorabwehr. Greenwald dokumentiert, dass auch das Telefon der Bundeskanzlerin in diesen Strom geriet, und dass die juristische Sprache der Programme die Grenze zwischen In- und Ausland so verschiebt, bis fast niemand mehr außen ist. Gegen die Rede, wer nichts zu verbergen habe, habe nichts zu fürchten, setzt er die ältere juristische Einsicht, dass Kontrolle das Verhalten ändert, bevor sie eine Schuld findet. Der Anwalt in ihm schreibt hier mit.
Der Pulitzerpreis 2014 galt Guardian und Washington Post; der Geschwister-Scholl-Preis galt diesem Band. Die europäische Datenschutzdebatte, die Reformrhetorik in Washington, die dauernde Frage, ob Snowden Held oder Verräter sei: das Buch hat den Stoff geliefert, den die Feuilletons danach nur noch wenden mussten. Kritik hat Greenwalds Ton als zu parteilich, die technische Tiefe als zu journalistisch, die späteren politischen Wendungen des Verfassers als Rückschein auf 2014 gelesen. Die Dokumente bleiben. Wer nur den späteren Kommentator kennt, hat Hongkong nicht gelesen. Wer nur den Helden Snowden will, unterschlägt, dass Greenwald die Dateien erst zur öffentlichen Ordnung gemacht hat.
Einordnung
Foucaults Überwachen und Strafen bleibt das Diagramm der Sichtbarkeit; Zuboffs Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus die Ökonomie der Spur. Greenwald liefert, was beide nicht liefern: die durchgestoßene Datei von 2013. In den einflussreichsten investigativen Sachbüchern steht der Band als die Enthüllung, in der der Staat sich selbst als Abhörprogramm zu lesen gibt. Wer nur Datenschutz sagt, hat die Kabel nicht gesehen.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die einflussreichsten investigativen Sachbücher (Wirkungsgeschichte)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
