Die Zwölf
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Zwölf |
| Autor(en): | Alexander Blok |
| Originaltitel: | Двенадцать |
| Originalsprache: | russisch |
| Erstveröffentlichung: | 1918 |
| Schlagwörter: | Revolution, Christus, Petrograd, Ballade |
| Sachgebiete: | Versepos |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 48 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Die Zwölf (russisch Двенадцать) ist das 1918 erschienene Poem Alexander Bloks: zwölf Rotgardisten ziehen durch den Petrograder Schneesturm, morden, fluchen, und vor ihnen geht, unsichtbar den meisten, Christus mit der roten Fahne. Das Buch hat der Revolution die Dichtung gegeben, die sie weder heiligte noch verwarf – und die die Partei später nicht mehr brauchte.
Inhalt
Blok schreibt Ballade und Reportage in einem. Die Alte, die den Plakatfetzen für die Fahne hält, die Dirne Katja, der Mord an ihr, der Schnee, der die Spur verweht, der Schrittmaß der Zwölf, das sich in Marsch und Kirchenrhythmus teilt. Am Ende die Erscheinung, die fromme Leser rettet und fromme Gegner empört: Christus, der die Roten anführt. Blok meinte weder Erbauung noch Blasphemie zuerst; er meinte die Musik der Geschichte, die er seit Jahren hörte und 1918 endlich in Schritte fassen konnte. Der Symbolist wird zum Chronisten der Straße, ohne die Symbole zu streichen.
Gegen Majakowskis Plakatdichtung setzt Blok die Mehrdeutigkeit, die das Plakat nicht braucht. Gegen Reeds Reportage setzt er den Rhythmus, der keine Beschlüsse abdruckt. Gegen Trotzki, der Literatur und Revolution später als Programm las, setzt Blok ein Poem, das die Revolution als Wetter und als Schuld erzählt. Die Intelligencija hat ihn verraten gesehen; die Bolschewiki haben ihn vorsichtig gefeiert und dann beiseitegelegt. Blok selbst verstummte nach 1918 fast, als wäre das Poem das letzte, was die Musik ihm erlaubte. Er starb 1921.
Wer nur den Christus sucht, hat die zwölf Mörder nicht gelesen. Wer nur die Mörder sucht, unterschlägt den Sturm, der sie treibt. Das Buch ist schmal und hat die Lyrik des Jahrhunderts belastet: Nach den Zwölf war Unschuld in der Revolutionsdichtung schwerer. Die Übersetzungen haben den Rhythmus oft geglättet; das Russische knallt. Die Nachwelt hat das Poem als Rätsel behalten, das weder die Kirche noch die Partei lösen durfte, ohne es zu verraten.
Einordnung
Blok hat der russischen Revolution das Poem hinterlassen, ohne das 1917 nur Partei und Reportage wäre. Neben Reed, Trotzki und Majakowski steht dieser Band als die Dichtung, die den Schritt der Roten und den Schatten Christi in einem Zug hält. Die Wirkung reicht in jede spätere russische Lyrik, die Geschichte als Wetter liest. Wer nach 1918 Revolution sagt und Schnee meint, spricht Blok. Die Zwölf marschieren weiter, unbequem für jede Lehre, die sie vereinnahmen will.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.